Westerkappeln
Verein unter der Erde

Dienstag, 20.09.2011, 19:09 Uhr

Westerkappeln - „Das ist alles in Eigenleistung entstanden“, sagt Eckhard Erfmann nicht ohne Stolz. Seit 1996 ist Erfmann erster Vorsitzender des Schützenvereins Gabelin. Am Bau des Schießstandes zehn Jahre vor seinem Amtsantritt war Erfmann aber nur in zweiter Reihe beteiligt. „Ich war damals beruflich sehr eingespannt und eher dafür da, mal einen Kasten Bier auf der Baustelle vorbeizubringen“, sagt Erfmann und schmunzelt, wenn er an diese Zeiten denkt.

Etwas Besonderes ist der Schießstand der Gabeliner aber nicht nur, weil er in diesem Monat sein Jubiläum feiert. „Es ist auch der einzige Schießstand hier in Westerkappeln, der komplett unterirdisch ist“, sagt Erfmann. Mit einer Feier sollen am kommenden Samstag, 24. September, die 25 zurückliegenden Jahre gewürdigt werden. Eingeladen sind dazu alle Mitglieder, aber auch Freunde, Gönner und eigentlich alle dem Verein nahestehenden Personen.

Während der Feierlichkeiten, die bereits um 15.30 Uhr beginnen und ab etwa 19 Uhr in eine Party übergehen sollen, werden auch viele alte Bilder aus der Geschichte des Schießstands gezeigt - denn der hat schon allerlei gesehen - „auch wenn wir nicht der größte Verein sind“, so der Vorsitzende des etwa 75 Mitglieder starken Vereins.

Und obwohl im Laufe der Zeit viele Umbaumaßnahmen stattgefunden haben, das Grundgerüst des Schießstands ist unverändert. „Allen, die sich über die Jahre an den Umbauten beteiligt haben, gilt ein großes Dankeschön“, sagt Erfmann. Sichtschutz und Lärmschutz wurden nachträglich eingebaut, ebenso wie eine neue Thekenanlage, ein neuer Parkplatz, die Mayton-Schießanlagen und in diesem Jahr eine neue Heizung. „Toll, was hier alles bewegt wurde“, sagt Erfmann, der einen ganz besonderen Dank an Rolf Beimdiek richtet, der dem Verein vor 25 Jahren das Gelände zur Verfügung gestellt hat.

Den ersten Schuss am Schießstand feuerte im September 1986 übrigens der damalige Bürgermeister Erich Schröer ab. Unserer Zeitung unterlief damals übrigens ein Fehler. Wir vermeldeten in dem dazugehörigen Bericht, dass Schröer den Sennlicher Schießstand eingeweiht habe. Nur eine, von vielen Anekdoten um den Schießstand.

Stolz sind die Schützen vom Gartenkamp vor allem auf ihre Schießergebnisse. In den vergangenen zwölf Jahren stellten sie drei Mal den Gemeindeschützenkönig und auch bei den Mannschaftswettbewerben sei der Respekt vor den Gabelinern groß, versichert Erfmann.

Bei der Veranstaltung am Samstag, auf der neben Bürgermeister Ullrich Hockenbrink auch der ehemalige Gemeindedirektor Horst Wermeyer erwartet wird, soll außerdem ein Überraschungsgast auftreten.

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