TSV Westfalia 06 zieht Bilanz
Mehr als die Hälfte der 1389 Mitglieder jünger als 18 Jahre

Westerkappeln -

Eine „hervorragende Jugendarbeit“ konnte Doris Bettenbrock, Geschäftsführerin des TSV Westfalia 06 Westerkappeln, dem Verein anlässlich der Jahreshauptversammlung attestieren. „Von unseren 1389 Mitgliedern sind 715 jünger als 18 Jahre“, gab sie bekannt.

Sonntag, 22.04.2012, 14:04 Uhr

TSV Westfalia 06 zieht Bilanz : Mehr als die Hälfte der 1389 Mitglieder jünger als 18 Jahre
Diese langjährigen Mitglieder (von links) wurden geehrt: Rosemarie Schäfer (40), Reinhold Kuhlenbeck (50), Gerda Künzel (40), Tobias Borgmann (25), Brigitte Beiderwellen (25), Marc Witte (25) und Wolf-Dietrich Häke (50). Einige Jubilare fehlten bei der jahreshauptversammlung. Foto: Christoph Pieper

Das entspreche einem Anteil von 51 Prozent. „Ich habe lange geblättert, aber einen so guten Wert habe ich bei der Westfalia in der Vergangenheit nicht finden können“, sagte Bettenbrock.

Auch mit der Zahl der teilnehmenden Vereinsmitglieder zeigte sich der Vorstand um Bettenbrock und den ersten Vorsitzenden Udo Hachmann zufrieden. Rund 80 Mitglieder aus den Abteilungen Fußball, Tennis, Turnen, Tischtennis , Leichtathletik, Badminton, Tanzen und Reha-Sport waren der Einladung in das „Alte Gasthaus Schröer“ gefolgt und tauschten sich vor allem über das sportliche Geschehen im Jahr 2011 aus.

So ging aus dem Jahresbericht der Badminton-Abteilung hervor, dass diese momentan einen absoluten Boom erlebt. Aufgrund mangelnder Hallenkapazitäten können allerduings keine neuen Spieler mehr aufgenommen werden.

Claus Warnecke, Obmann der Seniorenfußballabteilung, berichtete von einem Umbruch in der Altersstruktur seiner Abteilung. Nach mehrjähriger Durststrecke sei es im vergangenen Sommer wieder möglich gewesen, vereinseigene Jugendspieler in die Seniorenmannschaften zu übernehmen.

Diesem Trend konnte auch sein Kollege aus der Jugendabteilung, Wolf Häke, bestätigen, der von den Aufstiegen in gleich drei Altersklassen berichten konnte.

Viele Erfolge feierte vergangenes Jahr auch die Tischtennisabteilung. In einer aufwendigen Powerpoint-Präsentation wies Spatenleiter Werner Elstrodt auf die vielen guten Ergebnisse sowohl der jüngeren als auch der älteren Tischtennisspieler hin.

Die moderne Technik nutzte auch Kassierer Kai Munsberg für seinen Bericht. Dabei wurde auf der einen Seite bekannt, dass die Westfalia im Geschäftsjahr 2011 rote Zahlen schreiben musste, auf der anderen Seite zeigte Munsberg durch die genaue Analyse der Finanzen der einzelnen Abteilungen zugleich Konsolidierungsvorschläge auf.

Ein zentraler Punkt der Tagesordnung war die Wahl eines neuen Vorstandes. Bereits im Vorfeld hatte Kai Munsberg angekündigt, den Posten des Kassierers nicht weiter auszuüben. Ein Ersatzmann war jedoch schnell gefunden und so wurde August Keidel einstimmig zum neuen Kassierer gewählt.

Signalisieren Vorstandsmitglieder die Bereitschaft, ihren Posten auch weiterhin auszuüben, ist es in vielen Vereinen üblich, dass diese, oftmals mangels Alternativen, einstimmig wiedergewählt werden. Nicht so bei der Westfalia. Abgesehen von Doris Bettenbrock mussten die Vorstandsmitglieder allesamt Enthaltungen und Gegenstimmen, vor allem aus den Reihen der Tischtennissportler, in Kauf nehmen. Diese konnten zwar keine Gegenkandidaten aufstellen, unterstrichen mit ihrem Wahlverhalten jedoch ihre Unzufriedenheit mit den aktuellen Entscheidungsträgern des Vereins.

Nichtsdestotrotz erhielten alle Vorstandsmitglieder um Udo Hachmann die nötige Mehrheit und werden somit auch in den nächsten zwei Jahren ihre alten Aufgaben fortführen können.

Eine der ersten Amtshandlungen, die Hachmann nach seiner Wiederwahl ausführte, war die Ehrung langjähriger Mitglieder. So konnte er Marianne Labahn, Brigitte Beiderwellen, Tobias Borgmann, Marc Witte und Daniel Kuhl für die 25-jährige sowie Rosemarie Schäfer, Gerda Künzle und Siegfried Sudwig für die 40-jährige Mitgliedschaft auszeichnen.

Reinhold Kuhlenbeck und Wolf-Dietrich Häke halten der Westfalia sogar ein halbes Jahrhundert die Treue.

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