Jeden Tag am Ball fürs große Festival
Jugendliche aus der Region organisieren Großveranstaltung

Tecklenburger Land -

An Selbstbewusstsein herrscht kein Mangel: „Wir sind mit allen Wassern gewaschen. Wir haben das Know-how. Wir kriegen das gebacken!“, sagt Alexander Welle (20). Der große Tag ist am Freitag, 28. September: Bürgerhaus Ibbenbüren und drumherum, 160 Projekte, 1500 Gäste – es ist ein echtes Großprojekt. Der Jugendkulturpreis NRW ist im Jahr 2012 mal nicht in einer Großstadt im Ruhrpott, er ist in Ibbenbüren zu Gast.

Donnerstag, 20.09.2012, 16:09 Uhr

Und Jugendliche aus der ganzen Region sorgen dafür, dass die Organisation klappt. „Ja klar, ich bin schon aufgeregt und nervös. Ich hab aber nie Zweifel gehabt, dass wir das hinkriegen“, sagt Marlene Horst (24). Seit November 2011 sind die beiden dabei. Sie arbeiten mit im 15-köpfigen Organisatoren-Kernteam. „Das ist ein Super-Projekt, eine große Ehre für Ibbenbüren , da wollte ich unbedingt mitmachen“, sagt Marlene Horst. Herzblut, viel Arbeit viel Vorfreude – all das braucht es schon, wenn man seit zehn Monaten jeden Tag in der Woche zwei bis drei Stunden Arbeit investiert. „Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht was für den Jugendkulturpreis mache“, sagt Marlene Horst. Auch Alexander Welle hängt sich – genau so wie jeder andere im Kernteam – voll rein: „Das zu schaffen, diese Herausforderung zu meistern, das ist ein Teil meiner Motivation.“ Außerdem sieht er den Jugendkulturpreis als „einmalige Chance, so was kommt bestimmt lange nicht mehr nach Ibbenbüren.“ Für ihn ist die Mitarbeit eine Herzensangelegenheit. Und natürlich wissen die beiden, die in Enschede Sozialpädagogik studieren und zurzeit als Praktikanten/Dozenten im Jugendkulturzentrum Scheune sowie in der Jugendkunstschule arbeiten, dass sich so was später im Lebenslauf ganz gut macht... Es ist für diesen einen Tag, an dem 160 Jugendkulturprojekte präsentiert werden, unheimlich viel zu tun: Technik und Bühne, Stellwände und Stände, Tische, Stühle, Räume für die Aussteller, Essen für die Helfer, Feuerwehr , DRK, Werbung, Sponsorensuche – all das ist nur ein Bruchteil der Organisations-Aufgaben. „Es ist ein super gutes Team“, sagt Marlene Horst, das die viele Arbeit bewältigt. Zusätzlich zum 15-köpfigen Kernteam ist noch ein „Jugendteam“ am Start: Zusätzlich 60 Helfer, die bei der Organisation mithelfen. Handy, E-Mail, Facebook – ohne diese Dinge, die den Jugendlichen heutzutage so selbstverständlich sind wie der älteren Generation früher ein Ferngespräch, würde gar nichts laufen. Aber all das an Technik gibt es ja und noch viel wichtiger ist: „Wir können uns im Team zu 100 Prozent aufeinander verlassen“, sagt Marlene. Es sind Freunde, die die Organisation für den Jugendkulturpreis stemmen. „Scheune ist ja immer ein bisschen wie Familie“, sagt Alexander. Am nächsten Montag ist noch mal ein letztes Treffen für das Kernteam. Dann sind auch die fünf Mitstreiter vom Ausrichter des NRW-Jugendkulturpreises von LKD (Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/Jugendkunstschulen NRW) aus Unna mit von der Partie. Nicht unwichtig: Die bezahlen die Rechnungen. Auch für den allerletzten Feinschliff, der noch fehlt: Blumen für die Sieger, Müllsäcke, T-Shirts. Früh aufstehen werden Marlene und auch Alexander am Freitag, 28. September: „Um 7 Uhr geht es los“, sagt er, „und so gegen 21 Uhr sind wir durch.“ Danach: Gemeinsam essen gehen, runterkommen. „Ich hoffe, dass viele Besucher kommen“, fiebert Marlene dem Tag entgegen. Sie weiß schon, wie sie sich fühlen wird am Tag danach: „Erleichtert, wenn der Druck weg ist...“

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