zehn Jahre Bürgerbus Westerkappeln
12 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet

Westerkapepln -

Am 16. Dezember 2012 startete der Bürgerbus Westerkappeln seine erste Tour 12 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit, 43 600 Fahrgäste, im Durchschnitt 2,1 pro Tour – die Bilanz der vergangenen zehn Jahre kann sich sehen lassen.

Freitag, 25.01.2013, 08:01 Uhr

„10 Jahre Bürgerbus Westerkappeln“: Olaf Maeder Ullrich Hockenbrink, Ewald Westermann, Heinrich Robbers, Melanie Jaretzki (Geschäftsführerin des Vereins) und Wilhelm Melcher (von links) freuen sich .Es fehlt Erwin Nubbemeyer.
„10 Jahre Bürgerbus Westerkappeln“: Olaf Maeder Ullrich Hockenbrink, Ewald Westermann, Heinrich Robbers, Melanie Jaretzki (Geschäftsführerin des Vereins) und Wilhelm Melcher (von links) freuen sich .Es fehlt Erwin Nubbemeyer. Foto: Dietlind Ellerich

Als Abbas „Dancing Queen“ lautstark mitten in die kleine Feierstunde hineinplatzte und verriet, dass jemand vergessen hatte, sein Mobiltelefon aus oder stumm zu stellen, war die Heiterkeit im Ratssaal groß. Grund zur Freude hatte die bunte Runde aus Fahrern, Organisatoren und Initiatoren des Westerkappelner Bürgerbusses aber auch wegen der Erfolgsgeschichte des Projektes, das seit nunmehr gut zehn Jahren für Mobilität und Unabhängigkeit in den Außenbezirken der Gemeinde sorgt.

An den Besuch des damals neuen jungen Pastors Olaf Maeder vor rund elf Jahren erinnert sich Bürgermeister Ullrich Hockenbrink am Mittwochabend. Er teilte dessen Bedauern darüber, dass viele Menschen in Velpe, Hollenbergs Hügel und anderen Außenbereichen mangels eines öffentlichen Nahverkehrs auf Nachbarn, Freunde oder die Familie angewiesen seien, wenn sie mal in den Ortskern wollten.

Beiden Männern war aus ihren Heimatgemeinden das „Prinzip Bürgerbus“ bekannt. Was lag da näher, als ein ebensolches in Westerkappeln auf den Weg zu bringen ? „Wir versuchen´s einfach mal“, da waren sich die beiden schnell einig.

Die Rekrutierung von ehrenamtlichen Fahrern, die Gründung eines Bürgerbusvereins und Beratungen mit der RVM standen in den folgenden Monaten auf der Tagesordnung.

Am 16. Dezember konnte es endlich losgehen. Die erste Tour startete bei Eis und Schnee, das wissen viele noch ganz genau.

„Das Experiment ist geglückt“, das sagen heute, gut zehn Jahre später, alle. 12 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit, 43 600 Fahrgäste, im Durchschnitt 2,1 pro Tour – die Bilanz kann sich sehen lassen.

57 000 Euro habe die Gemeinde beigesteuert, aufs Jahr gerechnet sei das gar nicht viel, betont Hockenbrink. Er versichert, dass die Subvention von 1,32 Euro pro Fahrgast gut angelegtes Geld sei, und wünscht sich und dem Bürgerbusverein Westerkappeln weiteres gutes Gelingen in den kommenden zehn Jahren.

Dessen Vorsitzender Ewald Westermann freute sich, dass „unsere Arbeit anerkannt wird“ und über die „so gut wie unfallfreie Zeit“ bisher. „Wir waren damals der 50. Bürgerbus in Nordrhein-Westfalen, heute gibt es 110“, verweist Westermann auf das offensichtlich wichtige Angebot in vielen ländlichen Gemeinden.

Westermann nutzte die kleine Feierstunde im Rathaus, um mit Wilhelm Melcher, Erwin Nubbemeyer und Heinrich Robbers ausscheidende Fahrer zu verabschieden.

»Unsere Arbeit wird anerkannt«

Ewald Westermann, Vorsitzender Bürgerbusverein
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