Offene Jugendarbeit
In der Teestube wird ordentlich gerappt

Velpe -

In der Teestube Velpe wird zurzeit kräftig gerappt. Der Workshop mit Felix Beuse kommt super an. Es gibt aber noch viel mehr Neues aus dem Jugendtreff zu berichten.

Samstag, 20.04.2013, 12:04 Uhr

Die Teestube Velpe ist montags und donnerstags von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Neben dem offenen Treff bietet Felix Beuse (links) auch einen Rap-Workshop an. Mit dem Sozialarbeiter Mirko Harmel (rechts) und dem FSJler Jonas Brönstrup bildet der Student das Team, das auf jeden Fall bis zu den Sommerferien, am liebsten auch darüber hinaus weitermacht.
Die Teestube Velpe ist montags und donnerstags von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Neben dem offenen Treff bietet Felix Beuse (links) auch einen Rap-Workshop an. Mit dem Sozialarbeiter Mirko Harmel (rechts) und dem FSJler Jonas Brönstrup bildet der Student das Team, das auf jeden Fall bis zu den Sommerferien, am liebsten auch darüber hinaus weitermacht. Foto: Dietlind Ellerich

Endlich Frühling, die Sonne scheint, Zeit nach draußen zu gehen, sich mit Freunden zu treffen, zu quatschen, zu spielen, Spaß zu haben. Den hatten auch die Jugendlichen, die sich am Donnerstag in der Teestube Velpe trafen. Seit Mitte Januar ist der Treff wieder geöffnet.

Wegen des Weggangs des Sozialarbeiters Thomas Brümmer hatte die Teestube im Martin-Niemöller-Haus dreieinhalb Monate geschlossen. Das gefiel den Kindern und Jugendlichen, die sich in den vergangenen Jahren dort regelmäßig trafen, überhaupt nicht. Umso schöner ist es für sie, dass die Tür des Treffs unter dem Dach der Mediencooperative Steinfurt (medico) nun wieder montags und donnerstags zwischen 16 und 21 Uhr offen steht.

Neues Jahr, neues Team, neues Projekt – der Sozialarbeiter Mirko Harmel, Jonas Brönstrup, der ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, und der Architekturstudent Felix Beuse sind sich einig, dass sie von Brümmer ein gut bestelltes Feld übernommen haben, und freuen sich, dass sie so schnell die Bude wieder voll haben. Und auch Medico-Leiter Ralf Bornstedt war überrascht, wie schnell die Jugendlichen nach der Zwangspause wieder dabei waren.

Es sind nicht nur Stammgäste von früher, die sich in den Räumlichkeiten tummeln, auch Neuzugänge fanden den Weg in die Teestube, fühlten sich binnen kürzester Zeit wohl und kommen seitdem regelmäßig.

Neben Billard, Kicker, Internet, Filmeabenden und vielem mehr kommt bei manchen Jugendlichen der Rap-Workshop mit Felix Beuse super an. Rappen lernen, Songs schreiben, Video drehen, Konzert organisieren – der Student bringt ihnen von der Pike auf bei, was es alles zu beachten gilt.

„Ein Herz aus Stein, nein, das will sie nicht ...“, so beginnt der Refrain des Liedes, das Amira alias Janina geschrieben hat. Stolz ist sie, und vor allem mutig, schließlich steht sie alleine am Mikro. Doch sie macht das gerne, und ihre Freunde finden´s auch cool.

Am 25. Mai tritt sie im Rahmen des Hip Hop Jam im Jugendkulturzentrum Scheune in Ibbenbüren damit auf. Ein bisschen nervös sei sie schon, gibt die 15-Jährige zu, aber „das klappt schon“, ist sie überzeugt.

Auch die Money-Boys nehmen am Workshop teil und rappen schon fast wie die Profis. Der 16-jährige Thomas, der schon seit einigen Jahren regelmäßig in der Teestube ist, hat sowieso die Welt im Gläschen. Er betätigt sich mit Leidenschaft als Techniker, auch im kleinen Tonstudio. Am liebsten würde er selber Musik machen, „mal sehen, irgendwann“. Bis dahin hilft er und packt an, wo er kann.

Erst einmal bis zu den Sommerferien geht es in jedem Fall so weiter in der Teestube Velpe. Danach soll eine neue Fachkraft kommen, hatte vergangene Woche Ludger Vorndieck vom Jugendamt des Kreises versichert (WN berichteten).

Lust, die Arbeit mit den Jugendlichen auch über die Ferien hinaus fortzuführen, hat das Trio Harmel, Beuse und Brönstrup. Da sind die drei sich ganz einig mit den Jugendlichen, die montags und donnerstags schon vor der Teestube stehen, wenn diese sich öffnet.

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Deler Saber ist Kurde und Deutscher Staatsbürger und hat früher in Bagdad gelebt und studiert. Vor über 20 Jahren kam er nach Deutschland, seit 2000 lebt er in Münster. Die Stadt, sagt er, sei zu seiner Heimat geworden, die er nicht mehr verlassen will.
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