Skulpturen aus Simbabwe schmücken Schaufenster
„Kleine, fette Mama“ in der Auslage

Westerkappeln -

Was ist das denn ? Eine „Kleine, fette Mama“, so ihr Name, steht elegant zwischen Ohrringen und Armbanduhren beim Schmuck- und Optikgeschäftes Priggemeyer. Auch andere Schaufenster des Ortskerns sind zurzeit mit Skulpturen aus Simbabwe geschmückt.

Freitag, 03.05.2013, 14:05 Uhr

Mit Außenmaß dekorierten Karla Helms-Pallas, ihr Mann Klaus Helms (links) sowie Horst Meyer die Schaufenster im Ortskern. Für die nächsten Wochen werden dort Skulpturen der Bildhauer aus Simbabwe gezeigt
Mit Außenmaß dekorierten Karla Helms-Pallas, ihr Mann Klaus Helms (links) sowie Horst Meyer die Schaufenster im Ortskern. Für die nächsten Wochen werden dort Skulpturen der Bildhauer aus Simbabwe gezeigt Foto: Ulrike Havermeyer

Kunst ist schön – macht aber viel Arbeit. Was der Humorist Karl Valentin in geflügelte Worte fasste, das könnten Karla Helms-Pallas, ihr Mann Klaus Helms sowie Horst Meyer mit schweißfeuchten Händen wohl unterschreiben. Gemeinsam hievten die drei engagierten Kunstliebhaber jetzt einige beeindruckend schöne, aber auch ebenso schwere Skulpturen aus der Ausstellung der Bildhauer aus Simbabwe in die Schaufenster des Ortskerns.

Dort sollen die steinernen Figuren in den nächsten Wochen die Blicke der Besucher nicht nur auf die Auslagen lenken, sondern Appetit auf mehr machen: mehr schöne Kunst. Dafür an einem sonnigen Wochenende zum Kulturhof nach Westerbeck zu radeln, könnte sich schließlich sogar als recht angenehme Form der Beschäftigung erweisen.

Linda Priggemeyer ist zufrieden. Die Organisatorin des diesjährigen Maimarktes betrachtet wohlwollend die „Kleine, fette Mama“, die trotz ihrer üppigen Gestalt sehr elegant zwischen Ohrringen und Armbanduhren im Schaufenster des Schmuck- und Optikgeschäftes herum zu tanzen scheint.

Die Idee dieser ungewöhnlichen Art der Dekoration stammt von Horst Meyer, ehemaliger Grundschulleiter, der mit seinen Vorstellungen sehr schnell sowohl das Ausstellungsteam vom Kulturhof Westerbeck wie auch die Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Westerkappeln begeisterte.

Auch das Schuh- und Sporthaus Siegmund beteiligt sich an der Aktion. „Dunkler Kopf vor roten Schuhen“ ließe sich eines der reizvollen Arrangements betiteln, die dort mit viel Liebe zum Detail platziert worden sind.

Die letzte Station der emsigen Ortskernverschönerer ist das Wollhaus von Anne Lührmann. Die leidenschaftliche Handarbeiterin bekommt einen massiven schwarzen Felsblock ins Fenster gewuchtet, in dem die Köpfe zweier Liebender wie gefangen scheinen. „Wunderschön“, befindet sie stolz.

Klaus Helms atmet erleichtert auf und verstaut das Werkzeug im Kofferraum seines Wagens. „Das sind Werke von Künstlern der dritten Bildhauer-Generation aus Simbabwe“, erläutert seine Frau. Die Skulpturen der ersten Generation würden mittlerweile weltweit als lukrative Wertanlage gesammelt.

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