Eine gute Notlösung
Gelungenes Kirmesvergnügen auf der Alten Poststraße / Schausteller bevorzugen aber den Kirchplatz

Westerkappeln -

Sah es am Samstagvormittag noch so aus, als würde es den ganzen Tag Bindfäden regnen, hatte Petrus gerade rechtzeitig zum offiziellen Kirmesstart am Nachmittag ein Einsehen und stoppte den Niederschlag, den Meteorologen gerne schon mal als „ergiebig“ bezeichnen. Und als glaubten sie nicht, dass diese Pause von längerer Dauer sein würde, nutzten die Kirmesfans die Gunst der Stunde und des Sonnenscheins und strömten schon am frühen Nachmittag auf die Alte Poststraße und erkundeten neugierig den neuen Kirmesstandort.

Sonntag, 08.09.2013, 17:09 Uhr

Kinderkarussells, Musikexpress, Autoskooter und die anderen Fahrgeschäfte, Los- und Spielbuden, Getränke- und Imbissstände – es war alles da, so dass einem ungetrübten Kirmesspaß nichts mehr im Weg stand.

Die vielen Menschen, die am Samstagnachmittag auf der Kirmesmeile zwischen Heerstraße und Bramscher Straße unterwegs waren, störte die Verlegung der Budenstadt auf die Alte Poststraße offensichtlich nicht. Schnell waren die begehrten Fahrgeschäfte und Stände gefunden, und die Touren und Aktionen inklusive Losglück konnten losgehen.

Auch die Schausteller waren so unglücklich nicht mit dem neuen Standort und sprachen vor allem Marktmeister Günter Rahmeier vom Ordnungsamt der Gemeinde Westerkappeln ein dickes Lob aus. „Hut ab“, stellt Inge Heyn fest. Sie kommt seit 45 Jahren aus Bramsche zur Westerkappelner Kirmes, freut sich, dass Rahmeier die Budenstadt so schön aufgebaut hat, und hofft, dass auch die Straßenkirmes gelingt.

Als Notlösung akzeptabel finden Anne Fischer und Walter Hortz die aktuelle Kirmesvariante. „Im kommenden Jahr aber bitte wieder auf dem Kirchplatz“, wünschen sie sich. Sie schätzen die gemütliche Atmosphäre dort, in der sich besonders Familien richtig wohl fühlten. Während die Kleinen im Schatten der Kirche auf den Karussells ihre Runden drehten, könnten sich die Eltern mit anderen unterhalten und die Großeltern sich auf den Bänken ausruhen, beschreibt Anne Fischer das für alle Generationen ideale Kirchplatz-Ambiente. Sie spricht aus Erfahrung. Seit über 30 Jahren können die Westerkappelner Kirmesbesucher an ihrem Stand „Fäden ziehen“ und Preise abräumen.

„Wo ist denn die Kirmes“, sei sie gefragt worden, als sie am Samstag auf dem leeren Kirchplatz unterwegs war, und auch Walter Hortz überlegt, wie nicht ortskundige Besucher die Kirmes, wo er sein Schneewittchen-Karussell betreibt, in diesem Jahr finden sollen. Aber „besser diese Notlösung, als die Kirmes ausfallen zu lassen“, darin sind sich die Schausteller einig und machten das Beste aus der Situation.

Petrus blieb den Kirmesbesuchern und Schaustellern dabei weitgehend gewogen. Am Samstag öffneten sich die Himmelsschleusen erst sehr spät am Abend. Und sah es am Sonntagmorgen noch nach Regenwetter aus, lockerte die dichte Bewölkung pünktlich zum Rummelbeginn am Nachmittag auf. Und am heutigen Kirmesmontag, der bereits am Morgen mit dem Kinderflohmarkt im Ortskern startet, soll es trocken bleiben.

Überdies erlebte Westerkappeln am Wochenende ein friedliches Volksfest. Es habe keine negativen Zwischenfälle gegeben, berichtete Ortspolizist Wolfgang Büscher gestern Nachmittag beim Streifengang über die Alte Poststraße.

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