„Leader“-Regionalkonferenz in Westerkappeln
Ideen für den ländlichen Raum gefragt

Westerkappeln/Tecklenburger Land -

Liaison entre actions de développement de l‘économie rurale – das ist französisch und heißt auf Deutsch Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Unter dem Kürzel „Leader“ ist das Förderprogramm der Europäischen Union längst kein Fremdwort mehr. Am Mittwoch, 24. September, findet dazu in Westerkappeln eine wichtige Konferenz statt.

Dienstag, 23.09.2014, 15:09 Uhr

Der „Garten Eden“ im Schulzentrum (hier ein Bild von der Feuerwerkstatt vor zwei Jahren) ist mit Leader-Mitteln angelegt worden. Dank der Co-Finanzierung durch die Kreissparkasse Steinfurt ist das Projekt bis Sommer 2015 gesichert.
Der „Garten Eden“ im Schulzentrum (hier ein Bild von der Feuerwerkstatt vor zwei Jahren) ist mit Leader-Mitteln angelegt worden. Dank der Co-Finanzierung durch die Kreissparkasse Steinfurt ist das Projekt bis Sommer 2015 gesichert. Foto: Ulrike Havermeyer

Liaison entre actions de développement de l‘économie rurale – das ist französisch und heißt auf Deutsch Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Unter dem Kürzel „Leader“ ist das Förderprogramm der Europäischen Union für viele Menschen im Kreis Steinfurt längst kein Fremdwort mehr. Am Mittwoch, 24. September, findet dazu in Westerkappeln eine wichtige Konferenz statt.

Vor sieben Jahren konnten das Tecklenburger und das Steinfurter Land erhebliche Fördermittel dieses EU-Programms für sich gewinnen. Seither sind nach Angaben des Kreises Steinfurt knapp 80 Projekte mit insgesamt 3,2 Millionen Euro gefördert worden.

An zwei Stellen profitierte die Gemeinde Westerkappeln. Zum einen bekam der „Garten Eden“ im Schulzentrum „Leader“-Mittel. Zum anderen soll die behindertengerechte Toilettenanlage auf dem Kirchplatz aus dem Förderprogramm mitfinanziert werden, so das Klo denn festgerecht fertig wird.

Die Verantwortlichen werten das als riesigen Erfolg, der in beiden Förderregionen den einhelligen Wunsch ausgelöst habe, sich weiter an „Leader“ zu beteiligen. Damit dies gelingt, müsse eine wichtige Hürde genommen werden: Eine erfolgreiche Neubewerbung für die nächste Förderphase. Und dafür braucht es viele gute Ideen, schreibt die Kreisverwaltung.

Aus diesem Grund finden nun zwei Regionalkonferenzen statt, zu denen alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Für das Tecklenburger Land findet diese Tagung am 24. September von 16.30 bis 20 Uhr in der Realschule Westerkappeln, Osnabrücker Straße 25, statt.

Dort sollen innovative Projektideen entwickelt und diskutiert werden. Diese können alle Aspekte der ländlichen Entwicklung betreffen wie Mobilität, Geschichte, Kultur, Ernährung, Natur, Integration, Gesundheit oder demografische Entwicklung. Alle Ideen werden gesammelt, die besten 20 werden für die Neubewerbung, die Mitte Januar 2015 eingereicht werden muss, weiter ausgearbeitet.

Ein Zuschlag wäre nach Angaben des Kreises äußerst verlockend: Denn die nächste Förderperiode biete fast doppelt so viel Geld, höhere Förderquoten und bessere Konditionen. Beide Regionen bekämen zusammen 6,2 Millionen Euro Fördermittel. Für jedes LEADER-Projekt werden laut Mitteilung 65 Prozent der Kosten aus den Fördermitteln bezahlt, die Co-Finanzierung erfolge aus öffentlichen und privaten Mitteln.

Für die kommende Förderphase konkurrieren circa 45 Regionen aus NRW um 24 Förderplätze.

„Umso wichtiger ist eine Top-Bewerbung, in die viele Ideen einfließen und die von der gesamten Region mitgetragen wird“, appellieren Ulrich Ahlke, Leiter des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, sowie die beiden Vorsitzenden der LAG Steinfurter und Tecklenburger Land, Robert Wenking und Jürgen Brönstrup, für aktive Beteiligung an den Regionalkonferenzen.

Der Westerkappelner Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (SPD) ist optimistisch, dass das Tecklenburger Land erneut einen Zuschlag für die Leader-Mittel erhält. In Düsseldorf könne er ein gewachsenes Bewusstsein für die Belange des ländlichen Raums entdecken.

Beleg ist für Sundermann die im NRW-Koalitionsvertrag festgehaltene Förderung ländlicher Räume, deren Eckpunkte er nach eigenen Angaben wesentlich mit formuliert hat. Denn als Gemeinderatsmitglied einer Bergbaugemeinde wisse er, mit welchen einschneidenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen die ländlichen Regionen zu kämpfen haben, so Sundermann.

Ulrich Ahlke jedenfalls würde es laut Mitteilung aus dem Büro Sundermann sehr begrüßen, in dem Westerkappelner Abgeordneten einen wichtigen Mitstreiter und eine unüberhörbare „Stimme für den ländlichen Raum“ zu haben.

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