Blumenzwiebeln gepflanzt
Blüten und mehr an der Kirche

Westerkappeln -

2000 Blumenzwiebeln hat das Netzwerk mit Herz unter die Erde gebracht. „Die Wiese lädt dazu ein, etwas wachsen zu lassen“, meint nicht nur Pastorin Adelheid Zühlsdorf-Maeder. Die Aktion, soll nicht nur die Wiese an der Handarper Kirche zum Blühen bringen, sondern auch die Grundlage für gemeinsame Unternehmungen vor Ort werden.

Montag, 06.10.2014, 14:10 Uhr

30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nahmen die Einladung des Fördervereins „Bürgertreff Handarper Kirche“ an und brachten in atemberaubenden Tempo über 2000 Blumenzwiebeln unter die Erde. Im kommenden Frühjahr wird es hier Weiß, Blau, Gelb und Rot blühen.
30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nahmen die Einladung des Fördervereins „Bürgertreff Handarper Kirche“ an und brachten in atemberaubenden Tempo über 2000 Blumenzwiebeln unter die Erde. Im kommenden Frühjahr wird es hier Weiß, Blau, Gelb und Rot blühen. Foto: Dietlind Ellerich

„Hier wächst was“, freuen sich die Hobbygärtner und meinen nicht nur die Krokusse, Narzissen und Tulpen, die im kommenden Jahr auf der großen Wiese an der Handarper Kirche das Licht der Welt erblicken werden. Mit der Pflanzaktion, zu der sich am vergangenen Wochenende gut 30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene trafen, möchten die Mitglieder des Fördervereins „Bürgertreff Handarper Kirche“ gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

„Die Wiese lädt dazu ein, etwas wachsen zu lassen“, meint nicht nur Pastorin Adelheid Zühlsdorf-Maeder, die auf einem Nachbarschaftsstammtisch schnell Gleichgesinnte fand und beim Vereinsvorstand mit der Idee offene Türen einrannte. Die Aktion, bei der das „Netzwerk mit Herz“ unter der fachkundigen Anleitung des Gärtners Klaus Kammler über 2000 Blumenzwiebeln unter die Erde brachte, soll nicht nur die Wiese zum Blühen bringen, sondern auch die Grundlage für gemeinsame Unternehmungen vor Ort werden. Eine Bank, auf der sich die Nachbarn mit Blick auf die bunte Wiese zum Entspannen und Klönen treffen können, schwebt den Initiatoren ebenso vor wie eine Boule-Bahn, auf der sich in idyllischer Umgebung eine ruhige Kugel schieben lässt.

Das ist am Wochenende jedoch noch Zukunftsmusik. Mit Harken, Spaten und Arbeitshandschuhen ausgestattet trifft die altersgemischte Pflanztruppe nach und nach ein, um bei sommerlichen Temperaturen unter strahlend blauem Himmel ans Werk zu gehen.

„Es ist toll, dass so viele Konfirmanden dabei sind“, lobt Pastor Olaf Maeder die Jugendlichen. Vielleicht war es Eigeninteresse, denn die Blüte in Weiß, Blau, Gelb und Rot hat zur Konfirmation Mitte März Hochkonjunktur. „Dann sieht es besonders schön aus“, wissen die Profis und stecken die Laien mit ihrer Vorfreude an.

Entsprechend hoch motiviert packen die Pflanzer an, buddeln Löcher und setzen die Zwiebeln – Wurzel nach unten, Trieb nach oben – ein.

Alle sind nicht nur mit jeder Menge Spaß dabei, sie legen auch ein ordentliches Tempo vor. Eine gute Stunde nach Beginn der Aktion sind die Tüten mit den Blumenzwiebeln leer, und die einen oder anderen Nachzügler zu spät am Tatort. „Wieso, es sollte doch bis 13 Uhr dauern“, wundert sich ein junger Mann, der um kurz nach 11 eintrifft.

Egal, auch diejenigen die beim Pflanzen nicht dabei waren, dürfen die Blumenwiese im kommenden Frühjahr genießen.

Reinhard Fürst weiß die Blumenwiese nicht nur wegen ihres schönen Anblicks in wenigen Monaten schon jetzt zu schätzen. Er ist nämlich während der Saison an der Handarper Kirche auf seinem Aufsitzmäher im Einsatz und durch die bunten Blüten verkürzt sich die Mähsaison um einige Wochen.

Wenn´s gut läuft, muss Fürst erst Mitte Mai statt Ende März beginnen. Ein angenehmer Nebeneffekt, denn einmal Wiese mähen, nimmt immerhin drei bis vier Stunden Zeit in Anspruch.

Die Wiese lädt dazu ein, etwas wachsen zu lassen.

Adelheid Zühlsdorf-Maeder
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