Hermann Holtgräwe zeigt Bilder seiner Weltreise
Mit Fernweh infiziert

Westerkappeln -

Wer Hermann Holtgräwe zuhört, den packt vermutlich das Fernweh. Der Seester Globetrotter hat jetzt auf Einladung des Kultur- und Heimatvereins mit einem Feuerwerk an Bildern den zweiten Teil seiner 94-tägigen Weltreise präsentiert.

Sonntag, 25.01.2015, 18:01 Uhr

Wie schon Ende November durfte sich der Heimatverein – dieses Mal im „Kuckucks-Nest“ – wieder über einen voll besetzten Veranstaltungssaal freuen. Rund 90 Frauen und Männer waren der Einladung zum Dia-Vortrag gefolgt.

Mit Fernweh kennt sich Hermann Holtgräwe bestens aus: Mit 25 Jahren packte ihn das Reisefieber zum ersten Mal und seither arbeitet er konsequent auf die jeweils nächste Rucksack-Tour hin. Seine bislang letzte führte ihn rund um den Globus nach Arabien, Asien, Australien, Neuseeland , Hawaii und Alaska.

Gebummelt hat der Abenteurer dabei keineswegs, die weltumspannende Route hat er in nur 94 Tagen bereist. Holtgräwe bevorzugte dabei leichtes Gepäck, ein kleiner Rucksack reichte ihm für seine Reise über drei Kontinente völlig aus.

Allein die im australischen Supermarkt erworbene rote Decke wollte er nicht mehr missen, sie begleitete ihn zuverlässig auf der Tour durch höchst unterschiedliche Klimazonen bei Temperaturen zwischen +50 und -20 Grad Celsius; die rote Decke zog sich denn auch wie ein roter Faden durch seinen Vortrag.

Bilder einer Weltreise

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Zunächst verschlug es Holtgräwe nach Abu Dhabi, viele Bilder der atemberaubenden Wolkenkratzer in der Wüste flimmerten über die Projektionswand. Beeindruckt war er auch von Bali und Thailand; Nur die Müllberge am Straßenrand hätten seine Freude gedämpft und auch die überdimensionalen Spinnen und Kakerlaken im Bad waren nicht nach dem Geschmack des sonst bodenständigen Westfalen.

In Australien mit seinen weiten Landschaften fühlte sich Holtgräwe sichtlich wohler. Das Leben sei allerdings merklich teurer, berichtete er. Auf einem Video war seine Begeisterung überschwänglich, als er in freier Natur bei saunatauglichem Klima den intensiven Geruch von Eukalyptus mit Pfefferminz genießt.

So richtig ins Schwärmen kam der Naturfreund bei den saftigen Landschaften Neuseelands, „Für dieses Land hätte ich lieber zwei Monate statt drei Wochen gehabt!“ Beeindruckende Wasserfälle, Korallenriffe traumhafte Küsten, Fjorde und jede Menge Wale hat er auf den Chip seiner Kamera gebannt. Und wer hätte gedacht, dass es dort Pinguine gibt ? Nur für einen Badeurlaub sei Neuseeland wegen der kühlen Wassertemperaturen ungeeignet, klärte Holtgräwe auf;

Auf Hawaii war Holtgräwe insbesondere von den erstarrten Lavaströmen beeindruckt, die immer wieder Straßen und Wege und sogar ganze Dörfer fluten. „Sie sehen ein bisschen aus, wie überdimensionale Kuhfladen“, gab er einen Vergleich. Lediglich, dass er auf Hawaii auf keinen aktiven Vulkan traf, bedauerte er.

Seine letzte Station war Alaska, wo er den Spuren der Goldgräber folgte. Sein größtes Erlebnis dort: die beeindruckenden Nordlichter am Winterhimmel. Allerdings musste Holtgräwe in Alaska auch einen Rückschlag mitten in der großen Freiheit hinnehmen, denn ein Unfall mit dem Mietwagen riss ein ziemliches Loch in seine an sich sparsam veranschlagte Reisekasse, „Mietwagen sind nicht automatisch Vollkasko-versichert“, weiß Holtgräwe jetzt. Trotzdem bereut er seinen Ausflug über drei Kontinente keineswegs.

Neben spektakulären Landschaften hielt er auch eine Reihe Kuriositäten bereit: So freute er sich mit den Hawaiianern über den seltenen Schnee auf den Vulkangipfeln, „Die setzen kurzerhand hinter das Steuer ihres Pick-ups, um sich eine Ladefläche voll Schnee ins Tal zu holen“, berichtet er schmunzelnd. Den größten Beifall beim Publikum erntete gut ein Dutzend Büstenhalter, die in Neuseelands saftiger Landschaft auf einer Leine wehten. Holtgräwe bedankte sich für das breite Interesse seiner vielen Zuhörer.

Heimweh habe der Alleingänger während der drei Monate nie gehabt, Seine „Must-Have“-Tipps für Nachahmer: „Ein Weltadapter für die verschiedenen Steckdosen und eine warme Decke.“ Bei seiner Reise will sich der Weltenbummler in Südamerika umsehen.

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