CDU-Bundestagsabgeordneten Karliczek in Westerkappeln
„Kommunen brauchen Hilfe bei der Flüchtlingsarbeit“

Westerkappeln -

Im Vorfeld der Bürgersprechstunde der CDU-Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek nutzten diese und Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer die Gelegenheit zum persönlichen Austausch über Westerkappelner Zukunftsaufgaben. Besonderer Schwerpunkt war die Unterbringung der Bürgerkriegsflüchtlinge gewesen

Freitag, 24.04.2015, 08:04 Uhr

Radwegenetz, Hilfe für Bürgerkriegsflüchtlinge und neues Bauland für Gewerbegebiete – die Liste der Themen war vielfältig. Im Vorfeld der Bürgersprechstunde der CDU-Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek nutzten diese und Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer laut Mitteilung die Gelegenheit zum persönlichen Austausch über Westerkappelner Zukunftsaufgaben .

Besonderer Schwerpunkt sei hier die Unterbringung der Bürgerkriegsflüchtlinge gewesen: „Der Bund überträgt uns Aufgaben, aber dafür brauchen wir auch zusätzliches Geld“, habe Große-Heitmeyer auf die Finanzausstattung der Gemeinde aufmerksam gemacht. Die Unterbringung der Flüchtlinge stelle Gemeinden wie Westerkappeln vor große Herausforderungen.

Auch sei es wichtig, für eine angemessene Betreuung der Flüchtlinge zu sorgen. „Viele Flüchtlinge sind traumatisiert. Da ist besondere Hilfe gefragt“, erklärtedGroße-Heitmeyer laut Pressemitteilung.

Karliczek habe in diesem Zusammenhang berichtet, dass der Bund insgesamt fünf Milliarden Euro zur Unterstützung der Kommunen bereitgestellt habe. Das Land Nordrhein-Westfalen sei zuständig, für eine zügige und gerechte Verteilung an die Kommunen zu sorgen. Zusätzlich werde in Berlin derzeit ein Maßnahmenpaket erarbeitet, so Karliczek.

Um die Situation der Betroffenen zu verbessern, wolle die schwarz-rote Koalition gesetzliche Neuregelungen auf den Weg bringen. „In Deutschland sind Menschen herzlich willkommen, die vor Bürgerkriegen oder Verfolgung in ihren Heimatländern fliehen müssen. Viele Menschen in unserer Region engagieren sich dafür, diesen Flüchtlingen Hilfe und Unterstützung zu gewähren“, wird die CDU-Bundestagsabgeordnete zitiert. Die Regierungskoalition wolle dieses gesellschaftliche Engagement fördern.

Ein besonderer Schwerpunkt werde dabei auf Verbesserungen für minderjährige Flüchtlinge gelegt, die ohne ihre Eltern nach Deutschland einreisen. Karliczek berichtete laut Mitteilung weiter, dass diese geplante gesetzliche Neuregelung nach den Plänen der Koalition durch ein Willkommensprogramm flankiert werden soll. Lokale Initiativen, die sich um die jungen Flüchtlinge kümmern, sollten unterstützt werden. Es sollten Schulungen und Informationen angeboten werden - sowohl für Haupt- als auch für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit.

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