1. Rudelsingen in Handarpe voller Erfolg
Heidenspaß im Gotteshaus

Westerkappeln -

Der Geräuschpegel ist hoch, sehr hoch für eine Kirche. Und die Vorfreude groß. Was in der Handarper Kirche in den nächsten zweieinhalb Stunden auf dem Programm steht, macht einen Heidenspaß. Das 1. Rudelsingen war ein voller Erfolg.

Freitag, 20.11.2015, 15:11 Uhr

„Kopf in Nacken“ und fröhlich eingestimmt: Gut 160 zahlende Gäste sangen beim 1. Rudelsingen in Handarpe aus vollen Kehlen.
„Kopf in Nacken“ und fröhlich eingestimmt: Gut 160 zahlende Gäste sangen beim 1. Rudelsingen in Handarpe aus vollen Kehlen. Foto: Dietlind Ellerich

Der Geräuschpegel ist hoch, sehr hoch für eine Kirche. Und die Vorfreude groß. Was in Handarpe in den nächsten zweieinhalb Stunden auf dem Programm steht, hat mit Psalmen, Predigt und Gebet allerdings nichts zu tun. Und von der Zahl der Kirchenbesucher, die sich am Donnerstagabend in den Kirchenbänken drängeln, können Pfarrer zum Sonntagsgottesdienst meistens nur träumen.

Wenn „Major Tom“ und „Dancing Queen“ sich über die „Country Roads“ auf nach Hawaii machen, um dort (k)ein Bier zu trinken, und alle lautstark einstimmen, dann ist Rudelsingen angesagt und die Devise lautet „Wir singen vor, ihr singt mit“.

„Wir“ sind bei der ersten Auflage in der kleinen Handarper Kirche die Musiker und Entertainer Philip Ritter am Piano und Hannes Weyland (Gitarre und Gesang), „Ihr“ sind die gut 160 zahlenden Gäste und das nicht nur angesichts der guten Resonanz bestens aufgelegte Organisationsteam des Fördervereins Bürgertreff Handarper Kirche und des Projektes „Netzwerk mit Herz“.

1. Rudelsingen in der Handarper Kirche

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  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich
  • Viel Spaß hatten die gut 160 Teilnehmer des 1. Rudelsingens in Handarpe. Foto: Dietlind Ellerich

„Wahnsinn!“ - Auch Weyland und Ritter lassen sich nicht lumpen, loben die Weltoffenheit der Menge und stellen erst einmal die Regeln für den Abend auf. „Wir singen im Stehen“, das sei nicht nur wegen der Zwerchfellstütze und der Luftröhre und damit für den Klang, sondern auch für die Optik besser. Logisch dass die Menge aufsteht! Wer will nicht besser aussehen ?

Nicht zwischen den Liedern zu quatschen, fällt schwerer – trotz der Pausen zwischen den Sets, um Gesprächs- und Flüssigkeitsbedarf nachzukommen.

Und dann geht’s endlich in medias res, mit Hits und Evergreens aus vielen Jahrzehnten, mit Ohrwürmern, die jeder sofort mitsingen kann, weil er sie entweder schon kennt, weil die Vorsänger oder die Banknachbarn so mitreißend sind oder weil die schale Ausrede, den Text nicht zu kennen, beim Rudelsingen einfach nicht zieht. Liedtexte und Regieanweisungen wie „Ausflippen“ werden per Beamer an die Wand projiziert, also „Kopf in Nacken“ und fröhlich eingestimmt.

Von den Comedian Harmonists über Abba und Udo Jürgens bis zu Tim Bendzko geht es durch die Hitparade mit Schlager, Pop, Filmmusik und Seemannsliedern – und die Stimmung steigt in gleichem Maße wie der Gesang lauter und lockerer wird.

Ein kurzes Innehalten angesichts der Terroranschläge und der Meldungen der vergangenen Tage wünschen sich Hannes Weyland und Philip Ritter mit dem Song „Imagine“, in dem John Lennon von einer Welt träumt, in der alle in Frieden leben.

Das erste Rudelsingen in der Handarper Kirche kam an, bei den Besuchern wie bei den Organisatoren. „So etwas kann man sonst nirgendwo in Westerkappeln machen“, freut sich Almut Adomeit, die federführend die Strippen gezogen hatte, über die ideale Location im Süden der Gemeinde, und auch Pfarrer Olaf Maeder ist begeistert über die proppenvolle Kirche.

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