Junge Naturschützer sind dabei
Schon 400 Anfragen zu Windprojekt

Recke/Mettingen/Westerkappeln -

Die Bürgerwindgesellschaft Recke-Mettingen hat bisher 400 Anfragen von Bürgern aus den beiden Gemeinden erhalten, die sich an der Gesellschaft beteiligen wollen. Mit dabei ist die AG Naturschutzjugend der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL), die mit 2000 Euro einsteigt.

Montag, 23.11.2015, 19:11 Uhr

Emma und Ernesto Wiebrock aus Westerkappeln freuen sich, dass die AG Naturschutzjugend der ANTL sich am Bürgerwindprojekt Recke-Mettingen beteiligen kannt. Hinten (von links.): Norbert Rählmann (Bürgerwindgesellschaft), Friedhelm Scheel (ANTL), Michael Giesbert und Michael Böggemann (beide Bürgerwindgesellschaft).
Emma und Ernesto Wiebrock aus Westerkappeln freuen sich, dass die AG Naturschutzjugend der ANTL sich am Bürgerwindprojekt Recke-Mettingen beteiligen kannt. Hinten (von links.): Norbert Rählmann (Bürgerwindgesellschaft), Friedhelm Scheel (ANTL), Michael Giesbert und Michael Böggemann (beide Bürgerwindgesellschaft). Foto: Heinrich Weßling

Die Bürgerwindgesellschaft Recke-Mettingen hat bisher 400 Anfragen von Bürgern aus den beiden Gemeinden erhalten, die sich an der Gesellschaft beteiligen wollen. Diese Zahl hat Geschäftsführer Norbert Rählmann auf Anfrage mitgeteilt.

Diese Anfragen sind noch nicht verbindlich, zeigen aber das Interesse an dem Projekt. Unter den Interessenten seien aber auch einige von außerhalb (unter anderem aus Hörstel und Münster), denen die Bürgerwindgesellschaft absagen wird, weil sie strikt auf die beiden Gemeinden Recke und Mettingen begrenzt bleiben will.

Eine Ausnahme bildet die AG Naturschutzjugend der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL), die mit 2000 Euro einsteigt. Die ANTL hat zwar ihren Sitz in Tecklenburg, die Jugendgruppe habe aber viele Mitglieder aus Mettingen, so ihr Leiter Friedhelm Scheel. Er kommt allerdings aus Westerkappeln, ebenso wie Ernesto Wiebrock: „Das ist gut angelegtes Geld“, ist sich Ernesto sicher. Die Naturschutzgruppe habe in den letzten Jahren viele Naturschutzpreise erhalten, sodass man eine finanzielle Grundlage für so ein Projekt habe, erklärt Friedhelm Scheel.

Zum aktuellen Verfahrensstand erklärt Norbert Rählmann: „Wir haben kürzlich den BImSch-Antrag („BImSchG“ ist die Abkürzung für Bundes-Immissionsschutzgesetz – d. Red.) gestellt. Das kann gut sechs Monate dauern.“ Bodenuntersuchungen hätten bereits stattgefunden, „sodass wir nun wissen, wo genau die Fundamente gegossen werden müssen“, so der Schlickelder.

In den kommenden sechs Monaten stehen laut Rählmann weitere Gespräche mit drei Windrad-Herstellern an, denn auf ein Modell habe man sich noch nicht festgelegt. „Es geht auch um die Wartungsverträge. Es bringt ja nichts, wenn man den günstigsten Typ nimmt, aber dann beim Service langfristig draufzahlt“, erklärt Rählmann, der die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gemeinsam mit Georg Flacke führt.

Ebenfalls seien noch Gespräche mit den Banken zu führen, liegt das angepeilte Investment doch bei neun bis zehn Millionen Euro. Die Geldinstitute seien aber sehr offen, weil sie Bürgerwindgesellschaften als „vertrauensvoll, solide und lokal breit aufgestellt“ schätzten. Diesem Ruf will die Recker/Mettinger GbR auch gegenüber den Interessenten dadurch gerecht werden, dass sie keine verfrühten und möglicherweise zu optimistischen Gewinnerwartungen weckt: „Wir haben noch gar keine Versprechungen zu Renditen gemacht.“

Aussagen dazu werde es erst im Laufe kommenden Jahres in einem von der Finanzaufsicht Bafin geprüften Prospekt geben. „Es wäre ganz schlecht, wenn wir etwas versprechen und dann zurückrudern müssten“, betont Rählmann.

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