Statistik
Höfesterben geht ungebremst weiter

Westerkappeln -

er Strukturwandel in der Landwirtschaft geht ungebremst weiter. „Von 1982 bis 2015 haben über zwei Drittel der Milcherzeuger den Betrieb aufgegeben“, berichtet Roland Cizelsky, Landwirt aus Seeste. Auch er hat seine Kühe abgeschafft.

Freitag, 22.01.2016, 18:01 Uhr

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft geht ungebremst weiter. „Von 1982 bis 2015 haben über zwei Drittel der Milcherzeuger den Betrieb aufgegeben“, berichtet Roland Cizelsky, Landwirt aus Seeste. Auch er hat seine Kühe abgeschafft.

Aktuelles Zahlenmaterial für einzelne Gemeinden gibt es nicht. Das, was die Landwirtschaftskammer dazu aus Westerkappeln liefern kann, ist jedoch schon vielsagend. 1999 gab es 74 Betriebe mit Milchviehhaltung in der Gemeinde, vier Jahre später waren es noch 63 und im Jahr 2007 lediglich 43. Darüber hinaus gibt es nur noch Daten von IT.NRW, dem Statistik-Betrieb des Landes zur Zahl der Höfe mit Rindviehhaltung. 75 waren es im Jahr 2010, zwölf weniger als drei Jahre zuvor. Darunter fallen auch die Bullenmäster.

Der Strukturwandel betrifft natürlich nicht nur die Milchbauern, sondern alle landwirtschaftlichen Ausrichtungen, wie beim Blick auf die Zahl der Betriebe insgesamt deutlich wird. 1999 waren es in Westerkappeln 196, darunter 78 Haupterwerbsbetriebe. Vier Jahre später war die Zahl auf 189 Höfe gesunken, 65 wurden im Haupterwerb geführt. Nur noch 166 Betriebe gab es 2007, im Haupterwerb 56. 2010 gab es zwar nur zwei Haupterwerbshöfe weniger, die Zahl aller Betriebe schrumpfte jedoch auf nur noch 120.

IT.NRW plant für dieses Jahr eine neue bis auf die Kommunen heruntergebrochene Erhebung. Elke Wieligmann, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, hat überschlagen, wie viele Haupterwerbsbetriebe es derzeit noch in Westerkappeln gibt. Nach ihrer Rechnung sind es rund 35, also nicht einmal halb so viel wie 1990.

Auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche hat das Höfesterben aber wenig Auswirkungen: 1999 waren es nach Angaben der Landwirtschaftskammer 4524 Hektar, für 2010 hatte IT.NRW 4367 Hektar erfasst.

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