Schneiteleinsatz der AG Naturschutzjugend in Westerbeck
Ein eingespieltes Team

Westerkappeln -

Den letzten Großeinsatz in diesem Frühjahr nutzten die Mitglieder der AG Naturschutzjugend der ANTL dazu, einige üppig ausgewachsene Weiden in der Bauerschaft Westerbeck zu schneiteln. Die versierte Truppe bildet nach diversen Arbeitseinsätzen sowohl im Tecklenburger als auch im Osnabrücker Land längst ein eingespieltes Team.

Montag, 29.02.2016, 14:02 Uhr

Sie sorgen dafür, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen: Die Mitglieder der AG-Naturschutzjugend der ANTL haben die 22 Jahre alten Kopfweiden beim Reiterhof Krüer in Westerbeck geschneitelt, um sie als Lebensraum für Steinkauz und Co. zu erhalten. Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (Vierte von rechts) hat ihnen dabei über die Schulter geschaut.
Sie sorgen dafür, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen: Die Mitglieder der AG-Naturschutzjugend der ANTL haben die 22 Jahre alten Kopfweiden beim Reiterhof Krüer in Westerbeck geschneitelt, um sie als Lebensraum für Steinkauz und Co. zu erhalten. Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (Vierte von rechts) hat ihnen dabei über die Schulter geschaut. Foto: Ulrike Havermeyer

Den letzten Großeinsatz in diesem Frühjahr nutzten die Mitglieder der AG Naturschutzjugend der ANTL dazu, einige üppig ausgewachsene Weiden in der Bauerschaft Westerbeck zu schneiteln. Besuch bekamen sie dabei von Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer.

„Das ist wirklich außergewöhnlich, was ihr leistet“, zollte die Verwaltungschefin den Jugendlichen der Arbeitsgruppe (AG) Naturschutzjugend der ANTL (Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land) um AG-Koordinator Friedhelm Scheel ihren Respekt. „Ich bin beeindruckt und bedanke mich dafür, dass ihr euch mit solchem Engagement für den Naturschutz einsetzt“, versicherte sie den achtfachen Preisträgern des RWE-Klimaschutzpreises – darunter zweimal der der Gemeinde Westerkappeln.

In derbem Schuhwerk und die Arbeitshandschuhe griffbereit in der Jackentasche, hatte sich Große-Heitmeyer auf einen schweißtreibenden Gastauftritt eingestellt. „Mit anzupacken bin ich schließlich gewohnt“, betonte die Landwirtstochter, die gemeinsam mit ihren drei Schwestern auf dem elterlichen Bauernhof in Lingen aufgewachsen ist. „Diese praktischen Erfahrungen von damals kommen mir heute noch oft zugute.“

Doch da hatte die Bürgermeisterin den Eifer der Naturschützer wohl unterschätzt, denn als sie am Ort des Geschehens eintraf, waren die meisten der rund zehn Meter langen Triebe bereits abgeschnitten und in kompakte Brennholzscheite zerlegt.

Die versierte AG-Truppe bildet nach diversen Arbeitseinsätzen sowohl im Tecklenburger als auch im Osnabrücker Land längst ein eingespieltes – und effizient agierendes – Team. An der Motorsäge betätigten sich an diesem winterlichen Februarmorgen Jule Janke, Theresa Giese, Jessica Kortemeyer, Steffen Sparenberg, Torsten Kenkel und Friedhelm Scheel. Beim Räumen des Holzes halfen Malte Schäper (13 Jahre), Finn Dierkes (11), Pascal Bode (13), Lena Müller (13), Jette Schöpper (13), Emma Wiebrock (13), Nico Rinas (14), Eric Kenkel (13), Peter Herschlein (15) und Ernesto Wiebrock (14) mit.

„Das ist schon etwas Besonderes, dass die Jugendlichen ihr Wochenende nicht damit verbringen, vor dem PC zu sitzen oder sich mit ihrem Handy zu beschäftigen“, stellte die Bürgermeisterin erfreut fest, „sondern die Zeit nutzen, um runter vom Sofa zu kommen, aktiv zu sein und das auch noch in der Gemeinschaft und für einen guten Zweck.“

Um so etwas zu erreichen bräuchte es allerdings auch jemanden, der es verstehe, die jungen Leute zu begeistern. „Friedhelm Scheel ist so einer“, unterstrich Annette Große-Heitmeyer: „Er überträgt den Jugendlichen Verantwortung und ermutigt sie zum selbstständigen Handeln. Und das motiviert natürlich.“

Obwohl sich die Schnittzeit nun vorerst dem Ende entgegen neigt, reißt die Arbeit für die AG-Mitglieder nicht ab: Naturschutz hat eben das ganze Jahr über Saison. Das nächste größere Projekt steht voraussichtlich im August an: In Sennlich wollen die Umweltschützer eine verfallene Viehhütte wieder aufmöbeln und zu einem attraktiven Kleinod für heimische Brutvögel und Insekten umgestalten.

„Am kommenden Wochenende werden wir aber zunächst einige der Weidenäste, die wir heute geschnitten haben, in Absprache mit der Stadt Bramsche als Setzlinge im Bereich Achmer anpflanzen“, kündigte Friedhelm Scheel an.

Na, dann heißt es für die emsigen Naturschützer wohl mal wieder „Wecker stellen“. Am Samstag um 7 Uhr geht der los...

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