Hoffnung auf Asyl
Vor Krieg und Terror geflohen

Westerkappeln -

Sie kommen aus Syrien, aus dem Irak, aus Albanien, aus Serbien und aus weiteren Krisen und Kriegsländern der Welt. So verschieden die Menschen auch sind – so unterschiedlich ihre Sprachen und ihre Kulturen – sie alle haben eins gemeinsam: Sie sind geflohen vor Krieg, Terror, Unterdrückung und Armut.

Dienstag, 12.04.2016, 16:04 Uhr

Über eine Treppe geht es in das Amt.
Über eine Treppe geht es in das Amt.

Sie hoffen auf ein friedliches und besseres Leben in Deutschland. Da sind zum Beispiel Zine und Jamal mit ihren vier Kindern Malika, Malek, Sultan und Jan. Sie sind Jesiden aus dem Irak und leben jetzt in Westerkappeln.

Hussin, Mohamed und Kosay sind aus Syrien gefohlen. Die jungen Männer sind in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Schafberg untergebracht – weit ab vom Schuss. Soziale Kontakte sind da schwierig. Sie hätten gerne mehr Deutschunterricht. Und die Internetverbindung, als wichtiger Kontakt zu Verwandten und Freunden funktioniert dort nur sehr eingeschränkt. Alle wollen Deutsch lernen und einen Job finden.

Auch Mohammad ist mit nach Bielefeld gefahren. Der junge Mann kommt ebenfalls aus Syrien, aus Rakka. Die Stadt gilt als Hauptstadt des sogenannten Islamischen Staats (IS). Der 30-Jährige war früher in der Verwaltung der dortigen Universität tätig. Vor dem IS ist er gefohlen. Seine Frau ist mit dem gemeinsamen Sohn ein bisschen später aus Rakka aufgebrochen. Zurzeit sitzt sie in der Ukraine fest. Dort ist auch vor 35 Tagen Tochter Emily geboren. Mohammad zeigt ein Bild auf seinem Handy, das ist das einzige, was er von ihr hat: ein paar Bilder.

Ob die Mutter nachkommen darf nach Deutschland ? Vorerst wohl kaum. Mut gemacht habe man ihm in Bielefeld nicht, sagt er traurig.

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