Bürgerversammlung zur Breitbandversorgung
Nachhaltige Infrastruktur schaffen

Westerkappeln -

Investitionen in die Breitbandversorgung sind nachhaltig, ist Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer überzeugt. Jetzt gab es zu dem Thema eine Bürgerversammlung. Unabhängige Experten informierten über die moderne Technologie.

Dienstag, 14.06.2016, 16:06 Uhr

Wollen die bestmögliche Technologie  für Westerkappeln (von links): Guido Brebaum, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt, Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und Referent Prof. Dr. Stephan Breide.
Wollen die bestmögliche Technologie  für Westerkappeln (von links): Guido Brebaum, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt, Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und Referent Prof. Dr. Stephan Breide. Foto: Karin C.Punghorst

Ist die Rede von Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung, dann geht es im gleichen Atemzug zumeist auch um schnelles Internet, Glasfaserausbau und Breitbandversorgung .

„Das ist eines der Top-Themen der Kreisentwicklung“, sagt Guido Brebaum , Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (West). Am Montagabend informierte der Diplom-Volkswirt und Diplom-Kaufmann auf einer Bürgerversammlung im Gasthaus Schröer zum Thema Breitbandversorgung in Westerkappeln .

Weiterer Referent war Prof. Dr. Stephan Breide. Der Dozent der Fachhochschule Südwestfalen ist von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen beauftragt, Kommunen über das Thema Breitband zu beraten. Bevor die beiden Experten in Begleitung von Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer den rund 100 erschienenen Bürgern der Versammlung Rede und Antwort standen, stellten sie in einem Pressegespräch im Rathaus die Inhalte ihrer Ausführungen kurz vor.

„Wir verpflichten uns keinem Haus und lassen uns vor keinen Karren spannen“, betonte Brebaum. Zum Hintergrund: Zurzeit wirbt das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ in Westerkappeln, Lotte und weiteren Kommunen des Tecklenburger Landes um Kunden. Wenn bis zum Stichtag 11. Juli mindestens 40 Prozent der in Westerkappeln infrage kommenden Haushalte verbindlich unterschreiben, will das Unternehmen kostenlos Kabel verlegen.

Ein Angebot, das laut Brebaum und Große-Heitmeyer, das einzige ist, welches, die technische Versorgung im ländlichen Raum nachhaltig in Angriff nimmt. „Dann haben wir auch die Chance, dass die Ortsteile im Süden, sprich Velpe, Handarpe und Ortfeld, berücksichtigt werden“, ist der Bürgermeisterin wichtig und denkt dabei auch ausdrücklich an das Gewerbegebiet Velpe.

„Wir werben für die Technik Glasfaser, weil wir die bestmögliche Versorgung wollen“, so Brebaum. Die Nachfrage nach Bandbreite steige stetig – sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Anbindung an das Glasfaser-Netz sei wichtig, um den Wert einer Immobilie zu erhalten. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei letztlich ein Argument, sich für Breitband zu entscheiden. „Home-Office“, also von zu Hause arbeiten könne oftmals nur derjenige, der auch über einen schnellen Internetzugang verfügt.

Ein wichtiger Begriff ist für Breide die „kaufmännische Nachhaltigkeit“. Gerade in ländlichen Gebieten sei es sinnvoll, die günstige Infrastruktur, zum Beispiel niedrigere Mieten als Wettbewerbsvorteil gegenüber Ballungszentren zu nutzen. Das sei in einer digitalen Wirtschaft machbar, aber nur, wenn die entsprechende technische Infrastruktur, sprich schnelles Internet via Breitband, zur Verfügung steht. Glasfaser sei die Technologie der Zukunft. Gerade auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit mit Blick auf nächste Generationen. Die Leistungskapazität sei ausbaubar. Breide: „Wir müssen aufhören immer über Datenmengen zu diskutieren, sondern über eine nachhaltige Infrastruktur, die geschaffen werden muss.“

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