Deutsche Glasfaser: Nachfragebündelung läuft bald aus
„40 Prozent nur schwer zu erreichen“

Westerkappeln/Lotte -

Am Sonntag hat die Deutsche Glasfaser GmbH (DG) an ihrem Servicepunkt an der Vidumstraße einen Infotag veranstaltet. Mit der Resonanz ist Mirko Tanjsek, Projektmanager für den geplanten Netzausbau in Westerkappeln, zufrieden. Insgesamt sei das Interesse an einem Glasfaseranschluss allerdings zögerlich, bedauert er. Die erforderlichen 40 Prozent Anschlussquote sieht er nur schwer erreichbar.

Montag, 27.06.2016, 16:06 Uhr

Von der 40-Prozent-Zielmarke ist die Deutsche Glasfaser noch weit entfernt. Projektmanager Mirko Tanjsek hält eine erfolgreiche Nachfragebündelung aber immer noch für möglich.
Von der 40-Prozent-Zielmarke ist die Deutsche Glasfaser noch weit entfernt. Projektmanager Mirko Tanjsek hält eine erfolgreiche Nachfragebündelung aber immer noch für möglich. Foto: Angelika Hitzke

Am Sonntag hat die Deutsche Glasfaser GmbH ( DG ) an ihrem Servicepunkt an der Vidumstraße einen Infotag veranstaltet. Mit der Resonanz ist Mirko Tanjsek, Projektmanager für den geplanten Netzausbau in Westerkappeln , zufrieden. „Es waren viele Leute da“, freut er sich. Insgesamt sei das Interesse an einem Glasfaseranschluss allerdings zögerlich, bedauert er.

Aktuell haben erst neun Prozent der für einen Anschluss in Frage kommenden 2600 Westerkappelner Haushalte einen Vertrag unterschrieben. Mindestens 40 Prozent müssen es aber werden, wenn die Deutsche Glasfaser Leitungen verlegen soll. „Das wird schwer“, ist Tanjsek skeptisch, ob das Minimalziel noch erreicht werden kann. Denn am 11. Juli, also in nicht einmal zwei Wochen, endet die Nachfragebündelung .

Nun sei noch ein „megamäßiger Endspurt“ erforderlich, um die 40 Prozent zu erreichen. In anderen Gemeinden habe es die DG durchaus noch binnen zwei Wochen geschafft, weitere 20 bis 25 Prozent zu erreichen. „Dann wären wir in Westerkappeln von den 40 Prozent aber immer noch weit weg“, gibt der DG-Projektleiter zu bedenken. Wenn eine solche Aufholjagd noch gelingt – und nur dann, will Tanjsek nicht ausschließen, dass die Frist für die Nachfragebündelung verlängert wird. „Wenn wir es nicht schaffen, sind wir weg und kommen so schnell auch nicht wieder“, macht er die Konsequenzen deutlich. Und wenn der Netzausbau später dann doch irgendwann einmal erfolgen sollte, werde die DG die Anschlüsse sicher nicht kostenlos herstellen.

Für alle, die bis zum 11. Juli unterschreiben, garantiert das Unternehmen im Falle des Erreichens der 40-Prozent-Marke das zurzeit. Die Betroffenen können dadurch 750 Euro sparen. Außerdem wirbt das Unternehmen mit einem für zwei Jahre geltenden rabattierten Basistarif fürs Internet und Telefon in Höhe von 34,95 Euro monatlich (statt 46,95 Euro). Wer noch vertraglich an einen anderen Anbieter gebunden ist, bekommt den Beitrag bis zur Portierung der Rufnummer überdies für maximal zwölf Monate erlassen.

In der vergangenen Woche hat sich Tanjsek nach eigenen Angaben noch einmal mit Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer zusammengesetzt, um auszuloten, wie die Nachfragebündelung noch angeschoben werden kann. Dabei herausgekommen sind unter anderem zwei weitere Infoabende: am Montag, 4. Juli, um 19 Uhr bei „Cord´ Catering“ in Velpe sowie am Mittwoch, 6. Juli, um die gleiche Uhrzeit im „Alten Gasthaus Schröer“.

Inwieweit das noch die Nachfrage beflügeln kann, vermag Tanjsek nicht einzuschätzen. Die Leute seien ja eigentlich alle informiert. „Was wir zu diesem Zeitpunkt brauchen, sind Multiplikatoren und Glasfaserbotschafter“, hofft der DG-Manager auf eine positive Mund-zu-Mund-Propaganda in den kommenden Tagen.

In den Nachbargemeinden läuft die Nachfragebündelung zwar etwas besser, ob dort die 40 Prozent Anschlussquote zu erreichen sind, ist aber auch nicht sicher. In Mettingen sind es aktuell 17, in Recke 14 Prozent, wobei die DG in der Töddengemeinde offenbar mehr Interesse erwartet hatte, weil in der Nachbarkommune Hopsten der Ausbau bereits läuft.

Optimistisch ist Tanjsek dagegen die Lotte. „Da könnte der Ausbau tatsächlich klappen.“ Die Anschlussquote beträgt momentan zwar auch nur 15 Prozent, aber aufgrund einer positiven Grundstimmung glaubt der Projektleiter an ein erfolgreiches Finale.

Für Westerkappeln überwiegt bei ihm eher Pessimismus. „Entmutigt bin ich aber noch keineswegs“, betont Tanjsek.

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