Oldtimertreffen am Traktorenmuseum Westerkappeln
Mal rustikal, mal sauber aufpoliert

Westerkappeln -

Ob rustikal und naturbelassener oder poliert und salonfähig gemacht – das Oldtimertreffen auf dem Gelände des Traktorenmuseums Westerkappeln am 3. und 4. September bietet nicht nur ein breites Spektrum alter Landtechnik, sondern auch jede Menge Diskussionsstoff für alle, die dem Geruch von Diesel und Motorenöl nur schwer widerstehen können.

Mittwoch, 31.08.2016, 06:08 Uhr

Was ist denn nun stilechter  – naturbelassen oder restauriert ? Friedhelm Frehmeyer (von links), Wolfgang Gehrke, Heinrich Teepe, Peter Knetsch und Horst Kellermeyer könnten wohl tagelang über diese Grundsatzfrage diskutieren…
Was ist denn nun stilechter  – naturbelassen oder restauriert ? Friedhelm Frehmeyer (von links), Wolfgang Gehrke, Heinrich Teepe, Peter Knetsch und Horst Kellermeyer könnten wohl tagelang über diese Grundsatzfrage diskutieren… Foto: Ulrike Havermeyer

Pünktlich zum Oldtimertreffen am kommenden Wochenende, 3. und 4. September, haben die Schrauberfreunde vom Traktorenmuseum Westerkappeln ihren alten Fahr, Baujahr 1950, restauriert. Dem betagten Güldner „Haifisch“ von Friedhelm Frehmeyer , Baujahr 1956, ist seine jahrzehntelange Schufterei dagegen noch deutlich aufs schüttere Blech geschrieben.

Ob rustikal und naturbelassener oder poliert und salonfähig gemacht – die Oldtimershow auf dem Gelände des Traktorenmuseums an der Lotter Straße 20 bietet nicht nur ein breites Spektrum alter Landtechnik, in diesem Jahr schwerpunktmäßig die Marken Güldner und Fahr, sondern auch jede Menge Diskussionsstoff für alle, die dem Geruch von Diesel und Motorenöl nur schwer widerstehen können.

Neben dem Markentreffen Güldner und Fahr, zu dem der Förderverein Traktorenmuseum in Kooperation mit Museumsgründer Friedhelm Frehmeyer besonders alle derart Motorisierten samt ihrer Schlepper einlädt, hat das Organisationsteam für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt. „Aber natürlich sind auch andere Marken stets bei uns willkommen“, ergänzt Museumsbetreuer Heinrich Teepe.

Am Samstag und Sonntag wird sich rund um den Hof Frehmeyer alles um die Kartoffelernte drehen: Während die Traktorenfreunde mit ihrem Lanz VR2 Vollroder die Knollen aus der Erde befördern, können sich die Kinder ihre Erntebeutel mit bunten Kartoffeldrucken selbst gestalten. Anschließend geht es dann raus auf den Acker zum Buddeln. „Die Kinder können hier mit eigenen Händen ihre Kartoffeln ernten“, kündigt Friedhelm Frehmeyer an, „genauso wie man es früher gemacht hat.“

Frehmeyer selbst wird sich die Bäckerschürze umbinden und in seinem Stein- und Lehmofen Bauernstuten, Schwarzbrot, Dinkelbrot, Früchtebrot, Weißbrot – und natürlich auch Pflaumenkuchen zubereiten. Mit sämtlichen Leckereien können sich die Besucher dann im Bauerncafé verwöhnen lassen, oder das Backgut erstehen und zuhause genießen. Wolfgang Gehrke bereitet außerdem Dampfkartoffeln zu.

Eine Feldschmiede wird mit ihren Vorführungen die Reise in die Vergangenheit des ländlichen Alltags ebenso veranschaulichen wie ein Seilemacher und eine Spinngruppe. Zur Feier des Tages werfen die Traktorenfreunde natürlich auch den Star ihres Museums an: Mit Lötlampe, Geschick und Muskelkraft wollen sie den Lanz Bulldog zum Bollern bringen.

„Wir werden aber auch einige andere unserer 32 Traktoren in Betrieb nehmen“, verspricht Heinrich Teepe. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag öffnet das Traktorenmuseum von 10 bis 18 Uhr seine Tore. Zum Saisonende im Oktober plant das Organisationsteam überdies noch einen Dreschtag.

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