Fällarbeiten an der Von-Loen-Straße
„Bäume mussten weg“

Westerkappeln -

Bevor sich jemand künstlich aufregt: Die Bäume an der Von-Loen-Straße waren krank und mussten weg. Am Mittwoch war dort ein Trupp vom Bauhof mit Hubsteiger und Motorsäge im Einsatz.

Mittwoch, 07.12.2016, 15:12 Uhr

Der Bauhof hat Mittwoch Bäume an der Voen-Loen-Straße gefällt und Kronen ausgedünnt.
Der Bauhof hat Mittwoch Bäume an der Voen-Loen-Straße gefällt und Kronen ausgedünnt. Foto: Frank Klausmeyer

„Wir fällen keine Bäume, ohne das es nottut“, erklärt Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer . „Wenn der nächste Sturm kommt, möchte ich aber nicht in der Verantwortung stehen.“

Bereits im Frühjahr hatte die Gemeinde zwei Roteichen bis auf den Stamm gestutzt. Jetzt ereilte zwei weitere Roteichen an der Von-Loen-Straße das gleiche Schicksal. Drei der Bäume seien von einem Pilz befallen gewesen, berichtet Friedhelm Wilbrand , Umweltbeauftragter der Gemeinde. Eine mehrstämmige Eiche habe auch nicht mehr sicher gestanden, so dass gehandelt werden musste. Dass die Roteichen alles andere als stabil sind, lässt sich gut auf der straßenabgewandten Seite erkennen, wo sich dem Betrachter große Hohlräume auftun.

Wie unsicher die Roteichen standen, zeigt dieses Bild: Die Bäume sind teilweise hohl

Wie unsicher die Roteichen standen, zeigt dieses Bild: Die Bäume sind teilweise hohl Foto: Frank Klausmeyer

Bei einigen weiteren Bäumen wurden gestern die Kronen gelichtet. „Roteichen haben die Tendenz, dass sie viel Totholz haben“, erläutert Wilbrand. Den verbliebenen Bäumen gebe er noch ein paar Jahre, „aber irgendwann sind die auch dran.“ Als Ersatzpflanzung in dem Bereich fasst der Umweltbeauftragte Säulensumpfeichen ins Auge.

Auch am Mühlenbusch ist gestern ein Baum gefällt worden; eine Kastanie, die nach Angaben von Wilbrand wegen Pilz- und Bakterienbefall kränkelte. An der Stelle sollen zwei Bergahornbäume die Lücke füllen.

Nachdem die Gemeinde im Sommer bereits mehrere Eschen am Schulzentrum gefällt hat, könnten weitere folgen. Es gebe den Verdacht, dass sie vom Falschen Weißen Stengelbecherchen befallen sind, ein Pilz, der sich landesweit zur Seuche für Eschen entwickelt hat. „Wir wollen aber nur die fällen, die krank sind.“ Hat sich der Pilz einmal auf der Esche breit gemacht, ist der Baum nicht mehr zu retten.

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