Benefizturnier des SV Seeste
Erlösung erst Sekunden vor Schluss

westerkappeln -

Der SV Seeste hat am Samstag ein Fußballturnier zu Gunsten des Wohnheims des Ledder Werkstätten organisiert. Es ist das 37. Benefizturnier. Über die Jahre sind stolze 38 000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen.

Montag, 06.02.2017, 16:02 Uhr

Seester unter sich: Nach 2014 konnte der SV Seeste in diesem Jahr erneut das eigene Fußballturnier zu Gunsten der Ledder Werkstätten gewinnen.
Seester unter sich: Nach 2014 konnte der SV Seeste in diesem Jahr erneut das eigene Fußballturnier zu Gunsten der Ledder Werkstätten gewinnen. Foto: Christoph Pieper

Bei den großen Fußballvereinen ist es seit kurzem ein wohlklingendes Mittel, um das eigene Image aufzuhübschen: „Corporate Social Responsibility“ (CSR) – soziale Verantwortung übernehmen und anderen etwas Gutes tun. Der SV Seeste 68 kommt ohne einen solchen aufgepusteten Anglizismus aus und engagiert sich trotzdem schon seit Jahrzehnten für den guten Zweck. Am vergangenen Samstag veranstaltete der SVS bereits zum 37. Mal ein Fußballturnier zu Gunsten des Wohnheims der Ledder Werkstätten in der Steinkampstraße. Ins Leben gerufen hat dieses Kultturnier seinerzeit Fritz Biel . Als er 1968 Schützenkönig in Seeste wurde, gründete er den Sportverein, organisierte später erstmals die Tannenbaumaktion und brachte eben auch dieses Fußallturnier an den Start, das mittlerweile gemeindeweit große Beliebtheit erreicht hat. Zusammengekommen sind über die Jahre so schon bemerkenswerte 38 000 Euro für den guten Zweck. Kein Wunder also, dass sich die Organisatoren rund um den SVS-Vorsitzenden Dennis Hischemöller jedes Jahr aufs Neue bemühen, eine attraktive Veranstaltung auf die Beine zu stellen und auch flexibel auf kurzfristige Ausfälle reagieren können. „Am Freitagnachmittag haben leider noch zwei Mannschaften abgesagt, deshalb mussten wir den Spielplan noch schnell ändern. Kurzerhand wurde eine Gruppenphase ausgetüfftelt, in K.O.-Spielen ging es dann um den Titel. Nach einem historisch lang dauernden Neunmeterschießen sicherte sich die „Steinkamp Elf“ mit Mitarbeitern der Ledder Werkstätten erstmals einen Platz auf dem Podium. Im Finale musste schließlich das „CoWi-Team“ durch ein spätes Gegentor den zweiten Platz hinnehmen und so den Weg für den triumphalen Turniersieg des Gastgebers SV Seeste freimachen. Da es im Fußball fast unmöglich ist, unparteiisch zu sein, machte auch Westerkappelns Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer keinen Hehl daraus, dass sie sich besonders für den SVS freute. Als Seesterin konnte sie den Wanderpokal immerhin an „ihre“ Mannschaft übergeben. Das gewonnene Preisgeld spendeten der Sieger so wie alle platzierten Mannschaften in voller Höhe an die Ledder Werkstätten. Für den größten Umsatz und das größte Fanlager sorgte wie im Vorjahr wieder das Team „Backhaus“, das mit dutzenden gut gelaunten Mädels und Jungs die diesjährige Spendensumme noch einmal ordentlich aufstockte.

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