Eine nicht alltägliche Beobachtung im heimischen Garten
Die Gesetze der Natur

Westerkappeln -

Es ist nicht sonderlich spektakulär, wenn rund um einen Dachausbau in der Gerstkampstrasse die Spatzen sich zeternd um ihr Dasein kümmern. Die Bewohner des Hauses nehmen dieses Spektakel gelassen hin. Ganz anders betrachtet ein Sperber dieses Treiben: Es findet in seinem Jagdrevier statt!

Mittwoch, 03.05.2017, 17:05 Uhr

Die Warnung des Sperlings war vergebens. Das Tschilpen der Spatzen wurde jäh durch den erfolgreiche nAngriff eines hungrigen Sperbermännchens unterbrochen.
Die Warnung des Sperlings war vergebens. Das Tschilpen der Spatzen wurde jäh durch den erfolgreiche nAngriff eines hungrigen Sperbermännchens unterbrochen. Foto: Heinz Schröer

Für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar jagen diese Greifvögel in außergewöhnlichen Flugmanövern ihre Beute, die fast ausschließlich aus kleinen Vögeln besteht. Die Beute wird mit den Füßen (Fängen) gegriffen und getötet, die Krallen werden dabei solange in die Beute gebohrt, bis diese aufhört sich zu bewegen. Das sind die Gesetze der Natur.

  Foto: Heinz Schröer

Hier setzten auch die Beobachtungen unseres Lesers an. Erste Vermutungen, dass es sich um ein verletztes Tier handeln könnte, wurden beim näheren Betrachten durch das Teleobjektiv schnell korrigiert. Er hatte das große Glück, einen erfolgreichen Jäger vor der Linse zu haben, das mit einer Serie von Fotos festgehalten werden konnte.

  Foto: Heinz Schröer

Der Name des Sperbers ist ein Kompositum aus zwei althochdeutschen Substantiven: sparo (Sperling) und aro (Aar, Adler). Das althochdeutsche spar(a)wāri, mittelhochdeutsch sperwaere bezeichnet also gewissermaßen einen „Sperlingsadler“, einen „kleinen Adler“ (Quelle: Wikipedia )

  Foto: Heinz Schröer

Sperber sind eng an Wald gebunden. Dieses Exemplar dürfte wohl in dem kleinen Waldstück (umgangssprachlich Holzteich) in der Nähe des Hauses Cappeln heimisch sein.

Es lohnt sich also immer wieder auch vor der eigenen Haustür in Sachen Natur die Augen aufzuhalten und im günstigsten Fall die Kamera „schussbereit“ in der Nähe zu haben.

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