Sportfest der Grundschule am Bullerdiek
Kinder mobilisieren alle ihre Kräfte – trotz des Regens

Westerkappeln -

Großen sportlichen Ehrgeiz hält auch das schlechteste Wetter nicht auf. Das haben am Freitagvormittag die Schüler, Lehrer und Eltern der Grundschule am Bullerdiek bewiesen, als sie trotz teils strömenden Regens die Bundesjugendspiele im Westerkappelner Hanfriedenstadion durchgeführt und ein Sportfest gefeiert haben.

Sonntag, 14.05.2017, 16:05 Uhr

Sportlichen Ehrgeiz bewiesen die Kinder der Grundschule am Bullerdiek bei ihrem Sportfest. Troty des Regens gaben sie alles bei den unterschiedlichen Dis
Sportlichen Ehrgeiz bewiesen die Kinder der Grundschule am Bullerdiek bei ihrem Sportfest. Troty des Regens gaben sie alles bei den unterschiedlichen Dis Foto: Christoph Pieper

„Wir haben heute Morgen schon ziemlich früh telefoniert und über das Wetter gesprochen“, erzählte Schulleiterin Anne Frickenstein von einer Abwägungsentscheidung. „Es ist zum Glück nicht so kalt und der meiste Regen fällt ja vorbei“, berichtete sie augenzwinkernd von den Argumenten für die Durchführung des Sportfestes. Das Ergebnis dieser Entscheidung spiegelte sich in den Schülern wider. Nasse Haare, triefende Sportklamotten, aber richtig Feuer in den Augen. Den Regen schienen die meisten Kinder gar nicht wirklich wahrzunehmen und trieben sich deshalb an den verschiedenen Stationen gegenseitig zu Höchstleistungen an.

Beim Weitsprung und Schlagballwurf wurden alle Kräfte für ein paar zusätzliche Zentimeter mobilisiert. Und der 50-Meter-Sprint bietet ja ohnehin eine super Gelegenheit für ein Wettrennen unter Freunden. Sichtlich zufrieden war deshalb auch Ansgar Tumbrink . Völlig durchnässt stand der Sportlehrer an der Aschebahn und feuerte seine Drittklässler an. „Richtig super, wie ihr durchgezogen habt“, rief er drei Mädels zu, die völlig außer Atem über die Ziellinie flitzten. Tumbrink war in den vergangenen Wochen federführend für die Organisation des Sportfestes zuständig. Ganz bewusst hat er dabei die ganze Schule miteinbezogen, obwohl nur die Jahrgangsstufen zwei bis vier an den Bundesjugendspielen teilnehmen. „Für die Erstklässler haben wir deshalb viele Spezialstationen aufgebaut“, berichtete Tumbrink und zeigte auf viele bunte Hütchen auf dem löchrigen Rasen des Hanfriedenstadions.

In der Betreuung der Stationen gab es dieses Jahr ein Novum. „Wir werden bei unserem Sportfest von dem Berufskolleg Ibbenbüren unterstützt“, erläuterte Tumbrink. Schüler des dortigen Bildungsgangs „Freizeitsportleiter“ (FSL) haben für das Sportfest einige Stationen konzipiert und am Freitag vor Ort betreut. „Dieses Projekt kommt auch unseren Schülerinnen und Schülern entgegen, die ja mit dem Abitur auch ihren Übungsleiterschein machen“, sagte Iris Henke , die am Berufskolleg Sport unterrichtet.

Das Konzept, Grundschulen bei einem Sportfest zu unterstützen, spricht sich offenbar herum. „Für uns ist es heute das erste Mal, aber wir haben zuletzt einige Anfragen von Grundschulen bekommen“, meinte Henke. Für Tumbrink und Frickenstein ist das die Bestätigung für eine gute Idee.

Und etwas Unterstützung, wenn die ganze Schule auf den Beinen ist, ist ohnehin sehr wichtig. „Wir sind auch sehr froh darüber, dass einige Eltern ihren Vormittag hier verbringen und uns in der Betreuung und der Durchführung unterstützen“, machte Frickenstein deutlich.

Einige Mütter führten kleine Gruppen von Station zu Station und andere bereiteten ein mundgerechtes und natürlich gesundes Frühstück für die Kinder zu. „Die Mutter eines ehemaligen Schülers ist Krankenschwester und hat sich freiwillig als Erste Hilfe-Dame angeboten“, freute sich Frickenstein. Glücklicherweise musste bis zum Mittag kein Kind ihre Hilfe in Anspruch nehmen. Zwar komplett durchnässt, aber gesund und zufrieden konnten die jungen Sportler am Mittag in die Schule zurückkehren und in ihren wohlverdienten Feierabend starten.

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