Musikschule
Von Barock bis Rock

Westerkappeln -

Buntes Treiben herrschte am Samstagnachmittag auf den drei Etagen der alten Westerbecker Mühle.

Montag, 26.06.2017, 14:06 Uhr

Klarinette trifft Saxophon: Das Ensemble um Reka Hercz harmonierte bestens beim Tag der offenen Tür. Eindrucksvolles hatten auch die Gitarrenschüler rund um Dieter Teuber zu bieten (kleines Foto).
Klarinette trifft Saxophon: Das Ensemble um Reka Hercz harmonierte bestens beim Tag der offenen Tür. Eindrucksvolles hatten auch die Gitarrenschüler rund um Dieter Teuber zu bieten (kleines Foto). Foto: Astrid Springer

Buntes Treiben herrschte am Samstagnachmittag auf den drei Etagen der alten Westerbecker Mühle. Birgit Lindlage hatte zum Tag der offenen Tür der Musikschule „Forum Musaik“ eingeladen. Der Musiker-Nachwuchs präsentierte ein breites Repertoire, im Foyer wurden zauberhafte Kastagnetten gebastelt.

„Ich freue mich, dass unser Angebot so gut angenommen wird“, sagte Birgit Lindlage zur Begrüßung und meinte damit sowohl den Tag der offenen Tür wie auch die verschiedenen Kurse der Musikschule. Was die Schüler einstudiert hatten, war durchaus eindrucksvoll und sorgte beim Publikum für viel Beifall.

Harmonisch und beinahe schon professionell stimmten die Klarinetten- und Saxophon-Schüler unter der Leitung von Réka Hercz Tango und Kletzmer an. Hercz und ihre Schülerinnen strahlten nach gelungenem Auftritt und auch Lindlage selbst war ein bisschen stolz auf den Auftakt. „Man merkt ihnen an, dass sie bereits seit Jahren zusammen proben.“

Eindrucksvolles hatten auch die Gitarrenschüler rund um Dieter Teuber zu bieten. Sie präsentierten unter anderem barocke Stücke, die Saiten ihrer Gitarren hatten sie dafür mithilfe von Kapodastern verkürzt, so dass diese fast wie eine Laute klangen.

Für andächtige Momente sorgte Lennard Schepers an der Bratsche. Obwohl erst seit einem halben Jahr mit dem Instrument vertraut, bespielte er die Saiten bereits mit vier Fingern. Das sei absolut außergewöhnlich, betonte Lehrerin Freya Jütte sichtlich stolz, die mit ihrem Zögling auch ein Duett vorbereitet hatte.

Mehr als 40 Schüler hatten an dem Tag einen Auftritt, Lindlage hatte besonderen Wert auf die Verbindung der verschiedenen Schülergruppen gelegt und Ensembles zusammengestellt. So begleitete Tom Bode die Blockflötenschülerinnen an der Snare-Drum, Lehrerin Susanne Rothkegel-Läsche kombinierte Flöte und Klavier.

Ein bisschen Musikpädagogik war auch geboten: In zauberhaften Kostümen führten die Musaikspatzen unter Leitung von Claudia Mairose eine musikalische Variante der kleinen Raupe Nimmersatt auf und am Ende des Tages wussten die Gäste, was ein Kapodaster ist und dass das Saxophon ungeachtet seiner metallischen Hülle zu den Holzblasintrumenten zählt.

Zum Abschluss des musikalischen Nachmittags wurde es rockig: Timm Stahlhut beeindruckte mit spanischen Klängen an der E-Gitarre und die jungen Nachwuchs-Schlagzeuger Phil Süß und Marco Weghorst rundeten den Tag gekonnt mit kräftigen Trommelwirbeln und Variationen am Schlagzeug ab.

Musikschulleiterin Lindlage war rundum zufrieden, ihr Resümee: „Das Ensemble-Konzept hat sich bewährt“. Ganz besonders freute sie sich über die Fortschritte und den Erfolg ihrer Musikschüler.

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