Glasfaserausbau
So gut wie keine Beanstandungen

WEsterkappeln -

Nachdem Kritik an den Tiefbauarbeiten für den Glasfaserausbau laut wurde, ist die Gemeindeverwaltung in die Offensive gegangen: Öffentlichkeitswirksam gab Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer am Dienstag den Start der Endabnahme bekannt.

Dienstag, 27.06.2017, 14:06 Uhr

Mit Wasserwaage und Protokoll: mih-Bauleiter Esmir Brcvak, Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer, DG-Bauleiter Hans-Georg Siemer, Andreas Suffner vom Bauhof und Bauhof-Leiter Karsten Grabow (von links) nehmen seit gestern die für den Glasfaserausbau geleisteten Tiefbauarbeiten unter die Lupe.
Mit Wasserwaage und Protokoll: mih-Bauleiter Esmir Brcvak, Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer, DG-Bauleiter Hans-Georg Siemer, Andreas Suffner vom Bauhof und Bauhof-Leiter Karsten Grabow (von links) nehmen seit gestern die für den Glasfaserausbau geleisteten Tiefbauarbeiten unter die Lupe. Foto: Katja Niemeyer

Die Gemeindeverwaltung hat gestern mit der Endabnahme der Tiefbauarbeiten für den Glasfaserausbau begonnen. Bauhofleiter Karsten Grabow geht davon aus, wie er sagt, dass es nur vereinzelt etwas zu beanstanden gibt. „Bei mir sind weniger als zehn Beschwerden eingegangen“, betonte Grabow bei einem Ortstermin an der Johannes-Calvin-Straße.

An Grabows Chefin, Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer , hat sich bislang kein einziger Bürger gewandt, wie diese versichert. Und das obwohl sie kürzlich in einer öffentlichen Stellungnahme, die auch ihre Durchwahl im Rathaus enthielt, ausdrücklich um Mitteilung gebeten hatte.

Die Verwaltung war in die Kritik geraten, nachdem die SPD eine Mängelliste erstellt hatte mit der Aufforderung, einen Bauleiter oder Bevollmächtigten der Deutschen Glasfaser Holding GmbH (DG) zu der nächsten Sitzung des Bauausschusses am 6. Juli einzuladen.

Bauhofleiter Grabow bemühte sich klarzustellen, dass einige Beanstandungen noch während der Bauphase erfolgt seien, die Bauarbeiter also ohnehin noch nachgebessert hätten. „Das war nicht der Endzustand“, sagte Grabow.

Auch Hans-Georg Siemer, zuständiger Bauleiter der Deutschen Glasfaser, verteidigte die Arbeiten der mit dem Verlegen der Leitungen beauftragten mih GmbH aus Münster. „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“, so der Kommentar von Siemer. Auf die ebenfalls laut gewordene Kritik an der aus Sicht einiger Bürger fehlenden Kommunikation des Unternehmens erklärte Siemer lapidar: „Wir versuchen, besser zu werden.“ Nicht selten waren die Bauarbeiter ohne vorherige Ankündigung angerückt. So meldete sich gestern noch ein Bewohner der Wilhelmshöhe in der Westerkappelner WN-Redaktion und berichtete von den Bauarbeiten vor seiner Hofeinfahrt, über die er nicht im Vorfeld informiert worden sei.

In Westerkappeln einschließlich Hollenbergs Hügel wurden in den vergangenen Wochen insgesamt 54 sogenannte Verteilermuffen in die Erde gebracht sowie rund 50 Kilometer Kabel verlegt. Siemer: „Wir sind früher fertig geworden als geplant.“

Die Endabnahme, die Ende dieser Woche auch auf dem Hollenbergs Hügel starten soll, wird sich voraussichtlich über mehrere Wochen hinziehen. Esmir Brcvak, Bauleiter bei der mih, geht davon aus, dass seine Firma Mitte Juli mit der Freischaltung der schnellen Internetverbindungen beginnt.

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