Kleines Jubiläum im Kiosk des Westerkappelner Freibades
Fünf-Cent-Artikel sind die großen Renner

Westerkappeln -

Vor zehn Jahren haben Dagmar und Bodo Twiehaus den Kiosk im Westerkappelner Freibad übernommen. Damals wie heute sind Fünf-Cent-Artikel sind die großen Renner.

Dienstag, 15.08.2017, 15:08 Uhr

Seit zehn Jahren betreiben Dagmar und Bodo Twiehaus den Kiosk im Westerkappelner Freibad.
Seit zehn Jahren betreiben Dagmar und Bodo Twiehaus den Kiosk im Westerkappelner Freibad. Foto: Araann J. Christoph

Der Kiosk ist aus dem Freibad genauso wenig wegzudenken wie etwa der Sprungturm oder die Wasserrutsche. Seit zehn Jahren wird das Büdchen nun von Dagmar und Bodo Twiehaus betrieben. Am Sonntag wurde das kleine Jubiläum im Freibad Bullerteich gefeiert.

Angefangen hat Twiehaus damals ganz allein; mit fünf Tischen und drei Sonnenschirmen, die Wind und Wetter getrotzt haben. „Ganz primitiv“, erinnert sich Twiehaus mit einem Lachen. Nun, mittlerweile mitgetragen vom Förderkreis des Freibads, gibt es ein Dach und auch eine Terrasse, unter dem und auf der sich die Gäste auch bei Regen oder in der Mittagssonne wohlfühlen können.

Zur Feier des Tages gab`s auch eine Hüpfburg im Freibad.

Zur Feier des Tages gab`s auch eine Hüpfburg im Freibad. Foto: Araann J. Christoph

Zum Anlass des Festes gab es im Freibad für die jungen Besucher eine Hüpfburg, Kinderschminken und Buttons konnten gepresst werden. Und die beliebte aufblasbare Wasserschlange „Nessie“ war im Nichtschwimmerbecken zu finden. Ab 18 Uhr gab es dann Musik und einen „Umtrunk“ für die Erwachsenen. Angesichts des durchwachsenen Wetters hielt sich der Besucherandrang am Sonntag allerdings in Grenzen.

„Das Schöne ist, dass sich hier Jung und Alt treffen. Das geht von Säuglingen bis über 90-jährige“, freut sich Dagmar Twiehaus. Dabei spürt auch sie die Auswirkungen der Nachmittagsbetreuung in den Westerkappelner Schulen. So könnten Kinder erst ins Freibad kommen, wenn sie um 16.30 Uhr Schulschluss hätten. „Und es ist einfach so, wir brauchen drei heiße Tage, bevor die dann aus dem Haus gehen, das hat sich alles ein bisschen geändert“, sagt die Kiosk-Chefin.

Der Kiosk mitsamt zahlreicher, teilweise überdachter Sitzgelegenheiten gehören zum Westerkappelner Freibad genauso dazu wie Wasserrutsche und Sprungturm.

Der Kiosk mitsamt zahlreicher, teilweise überdachter Sitzgelegenheiten gehören zum Westerkappelner Freibad genauso dazu wie Wasserrutsche und Sprungturm. Foto: Araann J. Christoph

Aber nach wie vor sind die jungen Gäste am Kiosk die Hauptkunden. Unter vielen verschiedenen Süßigkeiten können sich die Mädchen und Jungen etwas aussuchen. „Die Fünf-Cent-Artikel dürfen nie fehlen“, weiß Daggi Twiehaus aus Erfahrung zu berichten, was seit jeher nicht fehlen darf. „Die Kinder kriegen für einen Euro gleich 20 Teile. Das Schöne ist dann zu sehen, wie die Augen leuchten.“

Obwohl sie viel „Herzblut“ in den Kiosk steckt, bezweifelt Dagmar Twiehaus, den Kiosk noch eine weitere Dekade fortzuführen. Die 57-jähige, die außerhalb der Saison Hausfrau ist, hofft, in Zukunft das Ruder an einen anderen Betreiber abgeben zu können. „Ich habe ein Alter, wo ich auch langsam zurücktreten muss. Ich hoffe, dass dann Mal langsam jemand Jüngeres weitermacht.“

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