Schützenverein Sennlich
Schützenverein Sennlich in der Krise

Westerkappeln -

Das Trauerspiel geht weiter: Nachdem der Schützenverein Sennlich im vergangenen Jahr den Abriss des Vereinsheims und des Schießstandes beschlossen hatte, ist ein Mitglied nach dem anderen ausgetreten. Innerhalb eines guten halben Jahres hat sich die Mitgliederzahl so fast halbiert, wie die Vorsitzende Renate Höptner auf Anfrage mitteilt. Etwas mehr als 20 Schützen halten dem Verein derzeit noch die Treue.

Sonntag, 17.09.2017, 15:09 Uhr

Dem Erdboden gleichgemacht: Von dem Vereinsheim (kl. Foto) und dem Schießstand der Sennlicher Schützen sind nur noch Geröll und ein paar Mauerreste übrig.
Dem Erdboden gleichgemacht: Von dem Vereinsheim (kl. Foto) und dem Schießstand der Sennlicher Schützen sind nur noch Geröll und ein paar Mauerreste übrig. Foto: Katja Niemeyer/Astrid Springer

Von ihrer idyllisch im Buchenwäldchen gelegenen Heimstatt ist inzwischen auch nicht mehr viel übrig: „Iborgs Helle“, in der die Schützen in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Feste feierten, und der Schießstand sind weitgehend abgerissen worden. Dafür muss der Verein laut der Vorsitzenden rund 10 000 Euro berappen. Die Arbeiten waren von einer hiesigen Firma erledigt worden. Eine Alternative habe es nicht gegeben, betont Renate Höptner : „Die Abbruchgenehmigung war an der Auflage gebunden, dass der Abriss durch ein professionelles Unternehmen erfolgt.“

Einen Teil der Kosten müssen die Mitglieder extra bezahlen. Renate Höptner hat bereits im vergangenen Jahr eine Umlage von 80 Euro erhoben, um die Ausgaben decken zu können. Die Hälfte des Betrages sei seinerzeit sofort eingezogen worden, der Rest ist in diesem Jahr fällig geworden.

Trotz der kläglichen Gesamtsituation habe der Verein in diesem Jahr noch an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen. Inzwischen, so die Vorsitzende, „bekommen wir aber keine Mannschaft mehr zusammen.“

Anders als noch Ende vergangenen Jahres zieht Renate Höptner mittlerweile die Auflösung des Vereins zumindest in Erwägung. Hierüber werde bei der Vorversammlung des Vereins Anfang Oktober diskutiert werden, sagt sie. Ein entsprechender Beschluss könne dann möglicherweise bei der folgenden Generalversammlung gefasst werden.

Die Suche nach einem neuen Lokal als Versammlungsort hat Renate Höptner ohnehin eingestellt. Nachdem die Eigentümer der Gaststätte, in dem sich die Mitglieder bisher trafen, dem Verein im vergangenen Jahr gekündigt hatten, sollte ursprünglich nach Ersatz Ausschau gehalten werden. Das ist bei der geschrumpften Mitgliederzahl jetzt aber nicht mehr notwendig: „Wir könnten uns auch in unserem Partykeller treffen“, gibt Renate Höptner zu Protokoll. Ihren Humor hat sie offenbar nicht verloren.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5156890?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F
Stadt nimmt Kampf gegen Schrotträder auf
Mit Informationsblättern fordert das Ordnungsamt die Inhaber schrottreifer Räder im Hansaviertel auf, diese aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen.
Nachrichten-Ticker