Begegnungscafé
Auch Deutsche sind willkommen

westerkappeln -

Ein angenehmes Summen liegt in der Luft, als sich der Raum im VHS-Haus zunehmend mit Menschen füllt. Die Frauen und Männer verschiedener Herkunft tauschen sich aus. Es ist ein friedliches Miteinander. Genau das war auch das Ziel des neuen Begegnungscafés in Westerkappeln.

Donnerstag, 21.09.2017, 15:09 Uhr

Im neuen Begegnungscafé in Westerkappeln soll es darum gehen, Menschen jeglicher Herkunft zusammenzubringen, um den kulturellen Austausch zu stärken. Hekmatullah Hekmat (4. von links), Bürgermeisterin Annette Große Heitmeyer, Rebecca Stratmann und Sonja Miller freuen sich auf viele Gäste.
Im neuen Begegnungscafé in Westerkappeln soll es darum gehen, Menschen jeglicher Herkunft zusammenzubringen, um den kulturellen Austausch zu stärken. Hekmatullah Hekmat (4. von links), Bürgermeisterin Annette Große Heitmeyer, Rebecca Stratmann und Sonja Miller freuen sich auf viele Gäste. Foto: Araann J. Christoph

„Klein aber fein“, betitelt Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer das Café zur Eröffnung am vergangenen Mittwoch. Wichtig sei der Gemeinde gewesen, einen zentralen Raum zu finden, der in der Nähe der Volkshochschule ist. Diese spielt mit den dort angeboten Sprachkursen eine große Rolle bei der Integration von Flüchtlingen. Das Café soll nun ein Ort der Begegnung werden und Menschen einladen, sich zu treffen und ins Gespräch zu kommen.

„Integration ist ein gemeinsamer Prozess“, sagt Rebecca Stratmann , Sozialpädagogin der Gemeinde Westerkappeln.

Um diese Entwicklung zu unterstützen, gibt es Brettspiele, die vor Ort gemeinsam gespielt werden können, sowie Bücher in verschiedenen Sprachen. Und um das Gefühl eines heimeligen Wohnzimmers zu verstärken, wird im Begegnungscafé gegen eine kleine Geldspende schwarzer Tee, Minztee und Chai (schwarzer Tee mit Gewürzen) angeboten.

Zur Eröffnung brachten einige Frauen selbst gemachte Spezialitäten aus ihrer jeweiligen Heimat mit. So gab es Datteln in Teigmantel mit Sesam, Baklava, also Blätterteiggebäck mit Mandeln oder auch Kokos, verschiedene Süßigkeiten und Kuchen. Dies sei allerdings einmalig für die Eröffnung gewesen, für gewöhnlich werde es nur Tee und Wasser im Begegnungscafé geben.

„Viele Geflüchtete wünschen sich, dass vor allem Deutsche kommen, um sich auszutauschen“, sagt Stratmann.

In Zusammenarbeit mit Geflüchteten und ehrenamtlichen Helfern hat die Gemeinde den Raum an der Kreuzstraße 14 neu hergerichtet und mit Sitzgelegenheiten bestückt.

Hekmatullah Hekmat aus Afghanistan ist bereits seit zwei Jahren in Deutschland. Er hat ebenfalls bei der Einrichtung des Cafés geholfen und zeigt sich zufrieden. „Es hat Spaß gemacht, es gefällt mir sehr gut“, sagt er über das Ergebnis der Zusammenarbeit von Asylbewerbern, ehemaligen Asylbewerbern und Deutschen.

Auch gibt es einen PC samt Drucker im Begegnungscafé, der allen zur Verfügung steht.

Einen offiziellen Namen hat das Café noch nicht, daher sucht das Team um Stratmann nach Ideen und Anregungen. Wer eine Idee für einen Namen hat, sei eingeladen, diese in die „Ideenbox“ im Café zu werfen.

Das Begegnungscafé in der Kreuzstraße werde vorerst jeweils dienstags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein.

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