Für das „Paradieschen“ in Westerkappeln soll ein energetisches Sanierungskonzept entwickelt werden
Siedlung mit Stärken und Schwächen

Westerkappeln -

Die Entwicklung eines Sanierungskonzeptes für das „Paradieschen“ schreitet voran. Die benötigten Daten und Unterlagen seien inzwischen einem Konsortium aus Planungsbüros zur Verfügung gestellt worden, berichtete Friedhelm Wilbrand, Umweltbeauftragter der Gemeinde, in der jüngsten Sitzung des des Ausschusses für Umwelt, Energie und Landwirtschaft. Stärken und Schwächen der Siedlung werden darin deutlich.

Montag, 04.12.2017, 06:12 Uhr

Auch das Schulzentrum (im Hintergrund) hat die Verwaltung in das Quartier „Paradieschen“ einbezogen, für das derzeit ein Sanierungskonzept entwickelt werden soll.
Auch das Schulzentrum (im Hintergrund) hat die Verwaltung in das Quartier „Paradieschen“ einbezogen, für das derzeit ein Sanierungskonzept entwickelt werden soll. Foto: Katja Niemeyer

Die Mitglieder des Ausschusses haben in ihrer Sitzung die politischen Vertreter benannt, die an den anstehenden Workshops teilnehmen sollen.

Westerkappeln ist eine von insgesamt sieben Kommunen im Kreis, die durch das Programm 432 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt werden. Mit dem Förderprogramm des Bundes sollen Anreize zu einer energetischen Quartiersentwicklung geschaffen werden. Wobei nicht die Sanierungsarbeiten selbst bezuschusst werden, sondern die Erarbeitung eines Modernisierungskonzeptes für das jeweilige Quartier.

Für Westerkappeln soll das „Paradieschen“ genauer unter die Lupe genommen werden, zum einen, weil die Siedlung zu den älteren in der Gemeinde gehört; die Häuser entstanden vornehmlich in den 1950er und 1960er Jahren. Zum anderen, weil hier aufgrund der Struktur derzeit häufiger die Eigentümer wechseln.

Der Startschuss zu dem Projekt war im Sommer vergangenen Jahres gefallen. Die Kommunen, darunter auch Lotte und Mettingen, hatten zuvor unter der Federführung der beim Kreis angesiedelten Stiftung „Haus im Glück“ einen Sammelantrag gestellt.

Das Konzept wird nunmehr von externen Fachleuten erarbeitet. Die Verwaltung schätzt, dass sich die Kosten hierfür auf rund 90 000 Euro belaufen. Hiervon müsste die Gemeinde 15 Prozent aufbringen, wobei dies größtenteils auch durch Eigenleistung erfolgen könnte. 65 Prozent werden als Zuschuss von der KfW erwartet. Die restlichen 20 Prozent hofft die Gemeinde als Landeszuschuss zu bekommen.

In einem nächsten Schritt lädt die Gemeinde zu zwei Workshops ein. Darin sollen zunächst lokale Akteure wie etwa Vertreter von Nachbarschaften und Vereinen über das Förderprogramm informiert werden. Zudem sollen die Stärken und Schwächen des Quartiers sowie Ideen entwickelt werden. Ferner sollen sich die Teilnehmer über das weitere Vorgehen verständigen und Ansprechpartner für die Projektbausteine benennen. „Es geht darum, die Einbeziehung und Benachrichtigung der Bewohner vorzubereiten“, erläutert Silke Wesselmann, Sachgebietsleiterin im Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises.

Zwei Workshops

Der erste Workshop unter dem Arbeitstitel „Energetische Quartiersentwicklung Paradieschen“ findet am 21. Dezember (17 Uhr) im Rathaus statt. Die Veranstaltung richtet sich vornehmlich an lokale Akteure des südlichen Teils der Siedlung. Ein weiterer Workshop ist für den 8. Januar (14.30 Uhr) anberaumt. Neben Akteuren des nördlichen Teils werden hierzu vor allem Vertreter der Schulen und der Sportvereine erwartet.

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Nach dieser rund einjährigen Konzeptphase würden sich dann Anschlussförderungen anschließen, bevor voraussichtlich im Januar 2019 die konkrete Sanierungsberatung beginnen könne.

„Nachhaltigkeit ist eine der zentralen Herausforderungen für die Gemeinde“, betonte SPD-Fraktionschef Frank Sundermann in der Ausschusssitzung. „Damit werden wir in den kommenden Jahren immer wieder auseinandersetzen müssen.“

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