Kunsthandwerkermarkt
Keine Genehmigung für gewerbliche Händler

Westerkappeln -

Kunsthandwerkermärkte wie dieser ziehen zahlreiche Besucher an. Foto: Schlecht für die einen, gut für die anderen: Weil die Gemeinde Wallenhorst ihm keine Genehmigung für einen Kunsthandwerkermarkt erteilt hat, veranstaltet Stephan Grawe diesen jetzt in Westerkappeln. Grund für die Absage aus der niedersächsischen Gemeinde ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg.

Montag, 08.01.2018, 15:01 Uhr

Schlecht für die einen, gut für die anderen: Weil die Gemeinde Wallenhorst ihm keine Genehmigung für einen Kunsthandwerkermarkt erteilt hat, veranstaltet Stephan Grawe diesen jetzt in Westerkappeln. Grund für die Absage aus der niedersächsischen Gemeinde ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg. Das hatte im Frühjahr vergangenen Jahres entschieden, gewerbliche Sonntagsflohmärkte in Niedersachsen zu verbieten. Zumindest vorerst. Nicht betroffen von der neuen Regelung sind Märkte, die von Nachbarschaften, Vereinen oder Kirchen organisiert werden. Nur wenn die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen, sind Veranstaltungen wie der Kunsthandwerkermarkt dem Urteil zufolge an Sonn- und Feiertagen als unzulässig einzustufen.

Wie berichtet, müssen infolgedessen aller Voraussicht nach auch eine ganze Reihe von Märkten in Osnabrück abgesagt werden. Grawe, Miteigentümer des Lengericher Veranstaltungsbüros Grawe & Osterbrink, sagt, dass die Absage aus dem Wallenhorster Ordnungsamt für ihn überraschend gekommen sei. „Ich musste schnell umdisponieren. Die Aussteller waren zu dem Zeitpunkt längst informiert und die Flyer gedruckt und verteilt worden“, erläutert er. Der Markt, der weit über 1000 Besucher anzieht, hätte am 11. Februar in der Haseland-Halle in dem Wallenhorster Ortsteil Hollage stattfinden sollen. Nun bauen die rund 70 Aussteller ihre Stände also im Westerkappelner Schulzentrum auf.

Der Standort ist in dem Lengericher Büro durchaus bekannt, veranstaltet es auf dem Außengelände der Schulen regelmäßig einen Trödelmarkt. Ein Anruf beim hiesigen Ordnungsamtsleiter Günter Rahmeier – und Grawe hatte einen Alternativstandort: „Das war zum Glück kurzfristig möglich und lief ganz unkompliziert.“

An der Haseland-Halle in Hollage will er zwei Schilder aufbauen mit dem Hinweis auf den neuen Veranstaltungsort.

Das Lengericher Büro veranstaltet nach eigenen Angaben rund 20 Kunsthandwerker- und 50 Trödelmärkte pro Jahr, ein Großteil davon auf niedersächsischem Gebiet.

Eine Verlagerung weiterer Märkte nach Nordrhein-Westfalen schließt Grawe vorerst aus. Auch im Westerkappelner Ordnungsamt liegen bisher keine weiteren Anfragen vor, wie Rahmeier auf Anfrage mitteilt. „Das ist bislang ein Einzelfall.“

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