Gesamtschule Lotte-Westerkappeln: Anmeldungen übersteigen Kapazität
Geschwisterkinder haben Platz sicher

Westerkappeln/Lotte -

Für das Schuljahr 2018/19 liegen der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln erneut mehr Anmeldungen vor als Plätze zur Verfügung stehen. Anders als in den Jahren zuvor entscheidet diesmal aber nicht das Los darüber, welche Kinder abgelehnt werden.

Dienstag, 13.02.2018, 14:02 Uhr

Insgesamt 153 Anmeldungen liegen der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln für das kommende Schuljahr vor. 18 Kinder kann sie aus Platzgründen nicht aufnehmen. Sie haben einen Notendurchschnitt von unter 2,8.
Insgesamt 153 Anmeldungen liegen der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln für das kommende Schuljahr vor. 18 Kinder kann sie aus Platzgründen nicht aufnehmen. Sie haben einen Notendurchschnitt von unter 2,8. Foto: Katja Niemeyer

Insgesamt 18 Familien sollen in diesen Tagen eine Absage erhalten. Die Kinder seien aufgrund ihres Notendurchschnitts von unter 2,8 in der unteren von insgesamt drei Leistungsgruppen eingeordnet gewesen und hätten eine Haupt- oder Realschulempfehlung. Weil in dieser Gruppe bereits viele Kinder aufgrund anderer Kriterien einen Platz sicher hätten, könne diesmal auf ein Losverfahren verzichtet werden, erläutert Schulleiter Manfred Stalz.

Vorrang bei der Vergabe der Plätze haben etwa Geschwisterkinder. Für sie sind zum kommenden Schuljahr besonders viele Anmeldungen eingegangen. Insgesamt sind es 47 Kinder, die in die Schule wechseln, in der bereits der Bruder oder die Schwester die Schulbank drücken. Das, räumt Stalz ein, liege freilich in der Natur der Sache: Die Schule, die vor vier Jahren an den Start ging, befindet sich im Aufbau. Daher wächst nicht nur die Zahl der Lehrer und Mitarbeiter, sondern auch die der Jahrgangsstufen und der Schüler. In den vergangenen Jahren waren es lediglich 15 oder 16 Geschwisterkinder gewesen, die zu der Gesamtschule wechselten.

„Wir freuen uns über den großen Zuspruch, den wir durch die Anmeldungen erfahren haben. Wir sehen dies als Vertrauensbeweis“, erklärt Stalz. „Und ich bin froh, dass diesmal nicht der Zufall entscheidet“, so der Schulleiter weiter. Wenn­gleich es ihm leid tue, nicht alle Kinder aufnehmen zu können.

Insgesamt 153 Anmeldungen für 86 Jungen und 67 Mädchen gingen bei der Schule ein. Für die zur Verfügung stehenden 135 Plätze wurden drei Leistungsgruppen mit jeweils 45 Schülern gebildet. In der ersten Gruppe sind Schüler mit einem Notendurchschnitt von 2,3 oder besser.

Unabhängig von dieser Aufteilung wechseln in diesem Jahr elf Kinder aus Migrationsfamilien an die Schule, die weniger als zwei Jahre in Deutschland leben und deshalb noch deutliche sprachliche Defizite haben. Als sogenannte Schule des Gemeinsamen Lernens nimmt die Schule außerdem 14 Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf auf.

Die Anmeldungen kommen aus den Gemeinden Westerkappeln (65) und Lotte (78) sowie zu einem kleinen Teil aus der Gemeinde Mettingen (10). Von den fünf Grundschulen in Westerkappeln und Lotte gehen in diesem Sommer insgesamt 240 Kinder ab.

Im vergangenen Jahr hatte die Gesamtschule zwölf Kindern eine Absage erteilen müssen, in den Jahren 2015 und 2016 waren es jeweils 20 Kinder gewesen. Den betroffenen Kindern würden in der Regel Plätze in der Haupt- oder der Realschule in Mettingen angeboten, erklärt Stalz.

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