Investitionskatalog der Gemeinde Westerkappeln ist lang
Breitbandausbau im Außenbereich dauert noch

Westerkappeln -

Der Investitionskatalog der Gemeinde Westerkappeln ist in diesem Jahr sehr lang. Das meiste Geld ist dabei für den Ausbau des Breitbandnetzes in den Außenbereichen vorgesehen. Allerdings ist kaum davon auszugehen, dass dieses Jahr noch Glasfaserkabel in den Bauerschaften verlegt werden.

Dienstag, 13.03.2018, 18:03 Uhr

Der Startschuss für den Ausbau des Glasfasernetzes in den Westerkappelner Außenbereichen wird sich wahrscheinlich noch bis zum kommenden Jahr hinziehen.
Der Startschuss für den Ausbau des Glasfasernetzes in den Westerkappelner Außenbereichen wird sich wahrscheinlich noch bis zum kommenden Jahr hinziehen. Foto: di

Über 15 Millionen Euro will die Gemeinde Westerkappeln dieses Jahr investieren. Priorität haben die Baumaßnahmen im Schulzentrum, die Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus und die Modernisierung der Sportanlagen. Das Aufgabenpaket ist aber deutlich umfangreicher und sieht in der Summe weitere Millionenausgaben vor – unter der Erde und über Tage.

Das meiste Geld ist dabei für den Ausbau des Breitbandnetzes in den Außenbereichen vorgesehen. Allein dieses Jahr stehen dafür über sieben Millionen Euro im Haushalt, insgesamt geht es um 8,85 Millionen Euro. Die Gemeinde selbst muss „nur“ ein Zehntel der Summe übernehmen, der Löwenanteil wird aus Zuschüssen des Landes (40 Prozent) und des Bundes (50 Prozent) finanziert.

Allerdings ist kaum davon auszugehen, dass dieses Jahr noch Glasfaserkabel in den Bauerschaften verlegt werden, wie Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer bedauert. In den Gesprächen mit der beteiligten Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (WESt) sei deutlich geworden, wie aufwendig das Verfahren sei. „Wir müssen das EU-weit ausschreiben.“ Bis zur Auswertung und Vergabe der Arbeiten werde es sicher Herbst, sagt die Verwaltungschefin. „Ich hoffe, dass wir dann Anfang 2019 mit dem Buddeln beginnen können.“

Rund eine Dreiviertelmillion Euro will die Gemeinde dieses Jahr für die Kanalisation und den Abwasserbereich ausgeben, davon gut 280 000 Euro für den zweiten Abschnitt des Baugebietes Gartenmoorweg. Doch auch dieser Posten steht noch unter Vorbehalt. Denn zunächst muss die Kommune einen neuen Bebauungsplan beschließen, weil das Oberverwaltungsgericht NRW die bestehenden Pläne – wie berichtet – für nichtig erklärt hat.

Für 200 000 Euro sollen die Regenwasserkanalisation an der Ostpreußenstraße und der Bullerteichgraben an der Sandstraße saniert werden. Der Rat wird die Arbeiten voraussichtlich in der kommenden Woche vergeben, der Baubeginn ist für den Spätsommer geplant. Weitere Investitionen sind für eine Trennkanalisation im Gewerbegebiet Gartenkamp-Süd (40 000 Euro), für das Druckrohrsystem im Außenbereich (30 000 Euro) und die Regenwasserkanalisation am Merschweg (45 000 Euro) im Haushalt veranschlagt. Außerdem ist eine Sanierung der Pumpstation am Hollenbergs Hügel vorgesehen.

Die Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehr will die Kommune nicht nur durch den Neubau eines Gerätehauses aufrechterhalten. Dieses Jahr sollen ein neuer Einsatzleitwagen und ein Kommandowagen für den Wehrführer bestellt werden. 150 000 Euro sind für die beiden Fahrzeuge veranschlagt. Weitere 55 000 Euro sind für neue Geräte und Ausrüstung oder Ersatzbeschaffungen vorgesehen.

Auch der Bauhof erhält neue Fahrzeuge, und zwar einen Laster mit Kran und einen neuen Transporter: Kosten: 300 000 Euro. „Der Lkw sollte eigentlich schon vergangenes Jahr kommen“, sagt die Bürgermeisterin.

Knapp 150 000 Euro werden fällig für Stifte und Papier oder sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung, neue Computer oder Möbel im Rathaus, den Schulen, am Bauhof oder im Freibad. Ein Drittel davon sind für den Offenen Ganztag der Grundschule am Bullerdiek eingeplant, dessen Erweiterung schließlich nicht nur mit nackten Wänden getan ist. Eine Menge Geld kosten die Gemeinde auch Softwarelizenzen. Insgesamt geht es um rund 65 000 Euro.

Die Spielplätze hat die Verwaltung in ihrem Investitionskatalog nicht vergessen: Für 50 000 Euro sollen neue Geräte bestellt werden.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5588952?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F
NRW auf dem Weg zum Wolfsland
Wölfe könnten wieder heimisch werden: NRW auf dem Weg zum Wolfsland
Nachrichten-Ticker