Oldtimertreffen in Westerkappeln
Traktoren-Duft von früher

Westerkappeln -

Bevor sie zu sehen sind, hört man sie. Tucker, tucker geht es auf der Lotter Straße Richtung Traktorenmuseum: Zahlreiche Aussteller von nah und fern waren über das Wochenende nach Westerkappeln gekommen. „Über 100 Aussteller“, wie Peter Knetsch aus dem Vorstand der Alttraktorenfreunde Tecklenburger Land stolz zum Besten gab: Das alljährliche Oldtimertreffen in Westerkappeln stand an.

Sonntag, 06.05.2018, 12:34 Uhr

Familie Hamel aus Ostfriesland kommt jedes Jahr: Das Faibel für die alten Maschinen verbindet sie alle, dicke Maschinen haben auch sie mitgebracht.
Familie Hamel aus Ostfriesland kommt jedes Jahr: Das Faibel für die alten Maschinen verbindet sie alle, dicke Maschinen haben auch sie mitgebracht. Foto: Luca Pals

Knetsch ist sich beim Gang über die Ausstellungswiese – auf der so manches Schmuckstück zu sehen ist – sicher: „So ein Treffen gibt es im Tecklenburger Land nicht noch einmal.“ Eine richtige Rarität also. Und mit Raritäten kennen sie sich aus: Eine alte Waschmaschine aus den 1920er Jahren wird immer noch genau so per Motor angetrieben wie der „einzige deutsche Herforder Motor“ noch seine PS zeigen kann – läuft alles.

Auch bei den Besuchern: Die kommen ab dem Nachmittag, lassen sich den Sonntag nicht entgehen und bekommen so manches geboten: Hanomag, Lanz, Güldner oder Deutz – die bekanntesten Marken präsentierten sich bei bestem Wetter: Keine Wolke am Himmel, Petrus schenkte den Oldtimer-Fans die volle Dröhnung Sonnenstrahlen.

Gefällt natürlich auch den Ausstellern – wie Familie Hamel aus Ostfriesland. Mit Wohnwagen angereist, genießen sie schon seit vielen Jahren das Wochenende auf dem Platz in Westerkappeln. Sie meinen: „Hier ist es ruhig. Man kann die Seele baumeln lassen“, sagt er, als sein Nachbar mit den alten Deutz um die Ecke fährt: Man merkt die Leidenschaft für die Maschinen, besonders die alten Schätzchen haben es angetan. Knetsch ist einer von ihnen, besonders stolz ist er auf die Kartoffellegemaschine aus den 60er Jahren, an beiden Tagen kam sie zum Einsatz und zeigte „wie die Kartoffel früher in die Erde kam“, so Knetsch: Die Legemaschine ist am Trecker befestigt, zwei Mann legen die Erdäpfel in die Maschinen, ein Abstandsmesser legt die Kartoffel an die richtige Stelle – wie es früher halt gemacht wurde.

Viel zu bestaunen gab es, sich kräftig stärken ging auch: Das Bauerncafé lud an beiden Tagen mit Brot und Kuchen zum netten Beisammensein ein.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5712998?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F
Nachrichten-Ticker