Gegner der Tecklenburger Nordbahn drängen auf Antworten
SPD will sich keine Fristen setzen lassen

Westerkappeln -

Zu einem kleinen Disput zwischen Armin Kirsch, Sprecher des Arbeitskreises „Bus statt Bahn“, und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank Sundermann ist es in der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien gekommen.

Mittwoch, 11.07.2018, 06:01 Uhr

Die Pläne für die Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn entzweien die Befürworter und Gegner weiter.
Die Pläne für die Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn entzweien die Befürworter und Gegner weiter. Foto: Oliver Langemeyer

Kirsch hatte in der sogenannten Einwohnerfragestunde die Frage gestellt, wie lange SPD , CDU und Bündnis 90/Die Grünen die 1536 Unterschriften gegen eine Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn für den Personennahverkehr und damit rund eines Viertel der wahlberechtigten Bevölkerung Westerkappelns noch ignorieren wollten.

Sundermann wies Kirsch zunächst zurecht, dass die Fragestunde dazu da sei, Fragen an die Verwaltung zu stellen. Dennoch bezog er Stellung: Die SPD habe eine öffentliche Veranstaltung zu den Reaktivierungsplänen organisiert, „und damit einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Diskussion geleistet“, meinte Sundermann. Die Eingabe des Arbeitskreises sei nicht „unkomplex“ und müsse daher so diskutiert werden, dass sie auch der Komplexität der Sache gerecht werde.

„Ich reagiere aber persönlich allergisch darauf, wenn uns Fristen gesetzt werden“, sagte der SPD-Fraktionschef. Die Mitglieder seiner Fraktion arbeiteten bis auf ihn als Landtagsabgeordneten alle ehrenamtlich. „Und wir wollen auch keine einfachen Antworten auf komplexe Fragen geben.“

Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (CDU) lehnte es ab, über das Thema zu diskutieren, so lange es keine neuen Ergebnisse gibt. Überdies dürfe sich der Arbeitskreis kaum übergangen fühlen. „Ich glaube, wir haben ihn bis jetzt mehr mitgenommen als die Bürgerinitiative für die Tecklenburger Nordbahn.“

Nach den Sommerferien komme das Thema aber wieder auf die Tagesordnung der Ratsgremien, kündigte die Verwaltungschefin an. Dann sollten nicht nur die Ergebnisse des Schrankentests, sondern auch die einer Umweltverträglichkeitsprüfung vorgestellt werden, nach denen Kirsch ebenfalls gefragt hatte.

Im vorherigen Bürgerausschuss hatte sich der Sprecher des Arbeitskreises „Bus statt Bahn“ außerdem erkundigt, ob bei der vorgesehenen Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes auch eine Umgehungsstraße berücksichtigt werde. Denn die Belastung der Osnabrücker Straße werde durch den Lieferverkehr für und von Coppenrath & Wiese sicher noch steigen.

Bauamtsleiter Patrick Lenz erläuterte, dass der Verkehrsentwicklungsplan „als umfassende Darstellung“ eine Umgehungsstraße beinhalte. Diese sei auch Bestandteil des Regionalplanes fürs Münsterland. „wenn auch mit geringer Priorisierung“, so Lenz. Natürlich habe die Verwaltung „im Hinterkopf“, dass es bereits eine Trasse für eine Umgebungsstraße gebe, sagte die Bürgermeisterin. Ob daran festgehalten werde, müsse am Ende der Rat beantworten.

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