Ministerin Anja Karliczek besichtigt Confiserie Rabbel
Ausbildungsvergütung Thema in süßer Umgebung

Westerkappeln -

Das Thema Ausbildungsvergütung stand auf der Agenda eines Gesprächs, das Bundesbildungsministerin Anja Karliczek am Freitagnachmittag mit Christian Rabbel führte. Eingebunden war das Treffen mit dem Firmenchef in eine Besichtigung der Confiserie, an der auch Parteifreunde der CDU-Politikerin teilnahmen.

Samstag, 21.07.2018, 06:25 Uhr

„Wie machst Du das?“ scheint Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (links) Bildungsministerin Anja Karliczek zu fragen, als beide versuchsweise Sahnehäubchen auf Torten tupfen wollen.
„Wie machst Du das?“ scheint Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (links) Bildungsministerin Anja Karliczek zu fragen, als beide versuchsweise Sahnehäubchen auf Torten tupfen wollen. Foto: Michael Baar

Der Einladung von Christian Rabbel – „Sie dürfen gerne probieren und auch mit anfassen, wir zählen auf Sie“ – leisten die Gäste gerne Folge. Nicht nur, was das Naschen süßen Konfekts betrifft. Beherzt greift die eine oder der andere zur Tülle, spritzt eine Verzierung auf die angehende Torte, drückt noch eine Kirsche auf jedes Sahnehäubchen und blickt zufrieden auf „sein“ Werk.

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, so könnte der Besuch von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek gestern bei der Confiserie Rabbel im Gartenkamp überschrieben werden. Wobei sich die Bundestagsabgeordnete aus Brochterbeck spürbar zurückhält. „Das lernt man in Berlin“, sagt sie im Gespräch mit den WN . Der Spruch, den ihr eine Kollegin vor fünf Jahren, als sie neu im Parlament war, gesagt hatte – „Jedes Jahr in Berlin ein Kilogramm mehr“ –, ist bei ihr nicht eingetroffen.

„Man muss sehr diszipliniert sein“, erläutert sie mit Blick auf Torten, Schoko-Kugeln und Dominosteine. Damit meint sie allerdings nicht die zahlreichen Parteifreunde aus dem Tecklenburger Land, die sie beim Rundgang durch den Betrieb begleiten. Die Christdemokratin bezieht es ausdrücklich auf die „vielen Versuchungen“, die bei der Terminhatz in der Bundeshauptstadt auf jedem Konferenztisch lauern.

Mindestausbildungsvergütung ist ein Thema im Gespräch mit Firmenchef Christian Rabbel. „Wie viel verdient ein Auszubildender in der Confiserie?“, will die Ministerin wissen. „Über Tarif“, lautet die Antwort. Wobei Christian Rabbel keinen Hehl daraus macht, dass ein angehender Konditor wesentlich weniger in der Ausbildung an Lohn erhält als ein Azubi in der Metallindustrie.

Bildungsministerin Anja Karliczek besucht Confiserie Rabbel

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  • Im Gespräch (von links): Christian Rabbel, Anja Karliczek, Wilfried Grunendahl, Annette Große-Heitmeyer und Dr. Willi Witt.

    Foto: Michael Baar
  • Herzlich willkommen! Christian Rabbel und seine Frau Mehtap begrüßen Anja Karliczek (vorne von rechs).

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  • Ein Druck, und schon ist ein neues Sahnehäubchen auf der Torte.

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  • Hat die Tülle mit Sahne im Griff: Anja Karliczek.

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  • Langsam wird´s was mit der Verzierung der Torte.

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  • Sehr individuell, diese Sahnekringel.

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  • Am Ende soll die Torte so aussehen wie das Exemplar rechts im Bild.

    Foto: Michael Baar
  • Mit dem Spruch wird die Torte nicht mehr in den Verkauf gehen.

    Foto: Michael Baar
  • Auf jedes Sahnehäubchen eine Kirsche.

    Foto: Michael Baar
  • Zugreifen und Probieren war ausdrücklich erwünscht.

    Foto: Michael Baar
  • Guten Appetit!

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  • Noch sehen die Teigtaler nicht wie fertige Plätzchen aus.

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  • Ein Häubchen drauf, und fertig sind wieder zwei Macarons.

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  • Ein Kiste voll mit Gebäck.

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  • Macarons zu Dutzenden auf einer Etagere.

    Foto: Michael Baar
  • Torte gab´s erst beim abschließenden Kaffeetrinken.

    Foto: Michael Baar
  • Zeigen Biss für den Fotografen: Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (links) und Ministerin Anja Karliczek.

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  • Ganz neu sind diese Mini-Eis.

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  • Etwas weiße Schokolade als Überzug.

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  • Am Ende steht diese bunte Eis-Vielfalt.

    Foto: Michael Baar
  • Ein kleiner Klecks, und schon sieht der Konfekt zum anbeißen verführerisch aus.

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  • Einfach mal ausprobieren – diese Besucher ließen sich nicht lange bitten.

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  • Im Verpackungslager hat schon die Weihnachtszeit Einzug gehalten.

    Foto: Michael Baar
  • Wie kommt der Kuchen in die Verpackung? Christian Rabbel (verdeckt) erklärt es Anja Karliczek.

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  • Bunt (und lecker): Macarons.

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  • Süßer kann man kaum einen Dank ausdrücken.

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  • Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut eine Ananas ja auch nicht.

    Foto: Michael Baar
  • Stiller Beobachter auf einem Regal im Versand.

    Foto: Michael Baar
  • Im Werksverkauf fällt die Auswahl nicht leicht.

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  • Der ehemalige Gemeindedirektor Horst Wermeier (links) gehörte zu den Gästen.

    Foto: Michael Baar

Zehn neue Mitarbeiter werden am 1. August im Gartenkamp ihre Ausbildung beginnen. Zwei fürs Lager, drei im Büro und fünf angehende Konditoren. „Alle erhalten die Zusage, dass wir sie übernehmen, wenn wir bis dahin nicht pleite sind“, verpackt er eine wichtige Aussage in einen Scherz.

Immerhin sind in der Hauptsaison 120 bis 150 Mitarbeiter in der Produktion und Verpackung beschäftigt. 750 Produkte werden dort hergestellt. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Handarbeit dahinter steht“, bekennt ein sichtlich beeindruckter Besucher. Was irgendwie zu der kurz zuvor gefallenen Feststellung von Christian Rabbel passt, dass „die Wertschätzung für Lebensmittel in Deutschland sehr gering ist“.

Hauptabsatzmarkt ist Deutschland, Europa und die Welt folgen ganz weit danach. Rund 2000 Kunden setzen auf die Rabbel-Qualität, darunter auch Konzerne, die zu den Großen in der Süßwaren-Branche zählen. Fachhandel und Firmen gehören ebenfalls zum Kundenstamm.

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