Landtagsausschüsse tagen bei RAG Anthrazit
Minister: Kohleregion unterstützen

Tecklenburger Land -

„Wir werden uns weiter kümmern und einbringen.“ Das hat Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP), NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, am Mittwoch in den Räumen der RAG Anthrazit Ibbenbüren zum Konversionsprozess der Kohleregion gesagt.

Donnerstag, 06.09.2018, 18:14 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.09.2018, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 18:14 Uhr
Prof. Dr. Andreas Pinkwart (mit Mikro), Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW am Mittwoch in den Räumen der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH. Eröffnet wurde die Sitzung vom Westerkappelner Landtagsabgeordneten Frank Sundermann (links)
Prof. Dr. Andreas Pinkwart (mit Mikro), Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW am Mittwoch in den Räumen der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH. Eröffnet wurde die Sitzung vom Westerkappelner Landtagsabgeordneten Frank Sundermann (links) Foto: Claus Kossag

„Wir stehen hinter den Aktivitäten der Kohlekonversion“, sagte Pinkwart während der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Landesplanung sowie des Unterausschusses Bergbausicherheit des NRW-Landtags. Der Wirtschaftsminister erklärte, man werde alles dafür tun, damit die Region eine faire Chance habe, sich weiterzuentwickeln.

Wie Pinkwart hatte zuvor auch Georg Fortmeier ( SPD ), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, seinen Respekt vor der Leistung der Bergleute bekundet. Es sei angesichts des auslaufenden Steinkohlenbergbaus eine gute Entscheidung gewesen, in Ibbenbüren zu tagen. Eröffnet hatte die Sitzung der heimische SPD-Abgeordnete Frank Sundermann aus Westerkappeln, Vorsitzender des Unterausschusses Bergbausicherheit. Erster Tagesordnungspunkt war die Vorstellung des Projekts „Gute Aussichten“ der Kohlekonversion der Region. Der Ibbenbürener Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer erklärte, eine starke Region sei auf einem guten Weg, er erhoffe sich aber natürlich weiter Unterstützung vom Land.

Dabei gehe es auch um weitere 75 Hektar Gewerbeflächen für die Kohleregion. Denn die Nachfrage sei da. In der Gemeinde Westerkappeln ist in den vergangenen Monaten immer wieder die Frage laut geworden, ob sie denn ein Stück vom Kuchen abbekommt.

Uwe Manteuffel, Geschäftsführer der Schnittstelle Kohlekonversion, sprach von einem Weg, auf den sich die Kohlekommunen „gemeinsam, frühzeitig und regional“ gemacht hätten und skizzierte den Masterplan (WN berichteten). Marc Herter (SPD) erklärte, es sei gut, dass sich die Region nicht erst mit der Zechenschließung auf den Weg mache. Und Henning Rehbaum (CDU) sagte, Strukturwandel sei kein Sprint, sondern ein Dauerlauf.

Dr. Heinz-Werner Voß, Geschäftsführer der RAG Anthrazit, berichtete vom Auslaufprozess. 714 Mitarbeiter hat das Bergwerk aktuell, zum Jahresende werden es 600 sein.

Zur langfristigen Wasserhaltung sagte er, für das Grubenwasser aus dem Ostfeld werde ein neuer Entwässerungsstollen geplant. Die letzten Gutachten würden für Ende September/Anfang Oktober erwartet und dann öffentlich und transparent gemacht. Thomas Schnelle (CDU) erklärte in diesem Zusammenhang, beim Grubenwasser sei entscheidend, die Bevölkerung mitzunehmen bei Fragen zu Mengen und Belastungen in der Aa. Voß hatte gesagt, man erwarte durch den Anstieg des Grubenwassers deutliche Verbesserungen der Wasserqualität.

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