Veranstaltungsreihe „Faszination: Namibia“
„Austausch auf Augenhöhe“

Westerkappeln -

Wie funktioniert die Partnerschaft zwischen den Gemeinden Khorixas in Namibia und Westerkappeln? Darüber haben jetzt Niklas Schulte von der Gemeindeveraltung und Elke Finke, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Auskunft gegeben.

Sonntag, 30.09.2018, 15:52 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 23.09.2018, 16:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 30.09.2018, 15:52 Uhr
Elke Finke und Niklas Schulte brachten ihre Zuhörer in Sachen „Interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Khorixas und Westerkappeln“ auf den aktuellen Stand der Dinge.
Elke Finke und Niklas Schulte brachten ihre Zuhörer in Sachen „Interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Khorixas und Westerkappeln“ auf den aktuellen Stand der Dinge. Foto: Dietlind Ellerich

Über den aktuellen Stand der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Khorixas in Namibia und Westerkappeln haben Elke Finke, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, und Verwaltungsmitarbeiter Niklas Schulte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Faszination: Namibia“ informiert. Sie ließen die gemeinsamen Projekte seit der Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung im September 2014 Revue passieren und erinnerten an den Ursprung des Miteinanders, den Austausch der Kirchenkreise Tecklenburg, Wesel und Otjiwarongo in den 1980er Jahren.

Trotz einer Reihe von erfolgreichen Projekten und Begegnungen stehe das Programm unter dem Dach der Landesregierung NRW vor Herausforderungen, machten Finke und Schulte deutlich. „Das größte Problem ist die Kommunikation“, bedauerten sie, dass auf beiden Seiten lange feste Ansprechpartnern gefehlt hätten. Zudem sei die kommunale Entwicklungspartnerschaft keine Städtepartnerschaft im eigentlichen Sinne, sondern eher ideeller Natur. Unglaublich viele Namibia-Aktive bemühten sich, das Miteinander mit Leben zu füllen, stellten die Referenten fest. Die Partnerschaft, wie von der Politik verordnet, zu gestalten, gelinge vornehmlich über die zahlreichen vorhandenen Kontakte, war Schulte und Finke bewusst.

„Wir haben geglaubt zu wissen, was für die Menschen in Khorixas gut ist“, blickt Elke Finke selbstkritisch auf das eine oder andere Projekt der Vergangenheit zurück. Für die Zukunft haben sich die Verantwortlichen vorgenommen, aus den Fehlern der ersten Projektphase zu lernen und mehr nach den Wünschen der Partner zu fragen und diese auszuloten anstatt ihnen Projekte überzustülpen. „Die Projektpartner müssen sich als gleichberechtigt sehen und gemeinsam agieren“, stellten sie klar. „Austausch auf Augenhöhe“ laute die Devise, aus der im Idealfall eine Win-win-Situation entstehe. Denn auch das sei wichtig: „Der Nutzen für beide Seiten muss im Ergebnis vorhanden sein“.

Zudem wünschten sich Finke und Schulte, dass die Partnerschaftsarbeit aktiver in die Öffentlichkeit getragen werde und die verschiedenen Aktivitäten für Namibia eine gemeinsame Plattform bekämen. Sie luden auch die Westerkappelner Vereine ins Boot ein. Multiplikatoren, die Interesse für die gemeinsame Arbeit wecken, werden gesucht.

Ein Workshop zur Zielfindung für die kommende Projektphase sei in Planung. Dazu sollen in 2019 Mitglieder des Partnerschaftskomitees aus Khorixas nach Deutschland eingeladen werden. Weitere konkrete Projekte für das kommende Jahr seien in Arbeit, aber noch nicht spruchreif.

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Die aktuelle Ausstellung „KhoriKappeln“ im Dietrich-Bonhoeffer-Haus und die Veranstaltungsreihe gehen noch bis zum 7. Oktober.

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