Der Arbeitsmarkt im Oktober
Entwicklung bleibt erfreulich

Tecklenburger Land -

Die Arbeitslosenquote ist in Deutschland erstmals seit der Wiedervereinigung unter fünf Prozent gefallen. Mit Rekordwerten kann der Arbeitsmarkt in und um Ibbenbüren dieses Mal nicht aufwarten. Die Zahl der Erwerbslosen ist im Oktober sogar gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Dennoch darf die Lage insgesamt sicher als gut bewertet werden.

Dienstag, 30.10.2018, 15:46 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 30.10.2018, 15:46 Uhr
 
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2027 Frauen und Männer waren zum Stichtag bei der Agentur für Arbeit in Ibbenbüren arbeitslos gemeldet, 23 weniger als im September, aber 30 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt damals wie heute bei 3,2 Prozent. Nur im November vergangenen Jahres war sie um 0,1 Prozent geringer.

Mit 3,2 Prozent hat die Arbeitsagentur in Ibbenbüren weiter die niedrigste Quote aller Geschäftsstellen im Kreis Steinfurt, die jedoch im Gegensatz zur hiesigen Region alle rückläufige Erwerbslosenzahlen gegenüber dem Vorjahr melden.

Zahlen aus den Orten

Die Arbeitslosenzahlen haben sich im Jahresvergleich unterschiedlich im Tecklenburger Land entwickelt. Während es in der Gemeinde Hopsten einen relativ großen Rückgang gibt, liegt die Stadt Ibbenbüren wieder deutlich über der Marke von 1000 Personen. Die Zahlen im Einzelnen (in Klammern Arbeitslose Oktober 2017 und prozentuale Veränderung):

...

Von der sehr guten Lage am Arbeitsmarkt konnten alle Personengruppen profitieren. Besonders positiv entwickelte sich nach den vorliegenden Zahlen die Situation für Jugendliche und junge Erwachsene. Waren im September in und um Ibbenbüren noch 293 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet, sank ihre Zahl im Oktober um 51 auf 242 junge Menschen (-17,4 Prozent). „Unternehmen setzen bei ihrer Personalplanung immer mehr darauf, auch jungen Nachwuchskräften eine Chance zu geben. Viele Arbeitgeber haben erkannt, dass sie schon jetzt für die Zukunft vorsorgen und ihren Fachkräftebedarf sichern müssen“, erläutert Reiner Zwilling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rheine.

Auf einem guten Niveau blieb laut Mitteilung auch die Nachfrage der Unternehmen und Verwaltungen nach Personal. So sind im Bezirk der Arbeitsagentur Ibbenbüren 783 offene Stellen gemeldet, 114 oder 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zeitarbeitsfirmen haben davon mit 267 freien Jobs den größten Bedarf, aber auch die Autohäuser und Kfz-Werkstätten (145), das verarbeitende Gewerbe (102), das Gesundheits- und Sozialwesen, Bauunternehmen (42) sowie die Logistikbranche (39) suchen Mitarbeiter in größerer Zahl.

Das Jobcenter Kreis Steinfurt, das die Bezieher von Arbeitslosengeld II betreut, meldet indes einen neuen Tiefstand bei den Bedarfsgemeinschaften: Mit 11 106 Haushalten liege ihr Bestand so niedrig wie seit Januar 2013 nicht mehr. Besonders ins Auge falle der Vorjahresvergleich. Hier verzeichnet das Jobcenter einen Rückgang um 924 Bedarfsgemeinschaften. „Für uns eine sehr erfreuliche Entwicklung“, sagt Vorstandsvorsitzender Thomas Ostholthoff.

Dieser Rückgang mache deutlich, dass zunehmend auch Langzeitarbeitslose von der seit langem anhaltenden, guten Wirtschaftslage profitierten. Konkret lässt sich dies in der aktuellen Arbeitslosenquote im Bereich des Sozialgesetzbuches (SGB) II ablesen: Sie liegt mit 2,2 Prozent für den Raum Ibbenbüren weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Nur im Raum Lengerich ist dieser Wert mit 2,1 Prozent noch geringer. Von den 2027 Arbeitslosen im Oktober fallen 1346 Personen unter das SGB II.

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