Aktion „Notfalldose“
Wenn`s um Sekunden geht

Westerkappeln -

In einem Notfall zählt jede Sekunde. Da ist es gut, wenn alle (lebens)wichtigen Informationen schnellstmöglich vorliegen. Wo Medikationspläne, Patientenverfügungen und andere Notfalldaten sich befinden, gerät in Situationen, in denen alle schnell den Kopf verlieren, oft zum Suchspiel. Die grün-weiße Notfalldose soll hier Abhilfe schaffen.

Sonntag, 11.11.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 11.11.2018, 19:00 Uhr
Die Apotheker Juliane und Andreas Lang von der Hirsch-Apotheke arbeiten für die Aktion „Notfalldose“ Hand in Hand mit dem DRK-Ortsverein und dessen Vorsitzendem Dietmar Jordan (rechts).
Die Apotheker Juliane und Andreas Lang von der Hirsch-Apotheke arbeiten für die Aktion „Notfalldose“ Hand in Hand mit dem DRK-Ortsverein und dessen Vorsitzendem Dietmar Jordan (rechts). Foto: Dietlind Ellerich

In einem Notfall zählt jede Sekunde. Da ist es gut, wenn Patienten und ihre Angehörigen, vor allem aber Rettungsdienste, Notärzte und Kliniken so schnell wie möglich alle (lebens)wichtigen Informationen parat haben. Wo Medikationspläne, Impfpässe, Patientenverfügungen und andere Notfalldaten sich befinden, gerät in Situationen, in denen alle schnell den Kopf verlieren, oft zum Suchspiel. Die grün-weiße Notfalldose soll hier Abhilfe schaffen.

„Die wichtigen Informationen für den Notfall passen hinein“, wissen Dr. Juliane und Dr. Andreas Lang von der Hirsch-Apotheke, die für die Aktion „Notfalldose“ aufgrund großer Kundennachfrage stark gemacht haben. Ab sofort geben die Westerkappelner Apotheken die Dosen gegen eine Spende zugunsten des DRK-Ortsvereins ab.

Das Prinzip sei einfach, erklärt Juliane Lang. Wichtige Angaben werden auf einem Formular notiert, dieses in die Dose gesteckt, die ihrerseits in der Kühlschranktür ihren Platz bekommt. Zwei Aufkleber weisen den Rettungskräften den Weg zur Hilfe. Einer klebt an der Haustür, der andere an der Kühlschranktür. Aufkleber und Formular gehören zur Ausstattung der Notfalldose. Beim Ausfüllen des Formulars seien die Mitarbeiter gerne behilflich, versichert Lang.

Damit sich die Aktion „Notfalldose“ über die Apotheken und Arztpraxen hinaus schnell herumspricht, hat das Ehepaar Lang den DRK-Ortsverein als Partner ins Boot geholt. „Wir stehen voll hinter der Notfalldose“, versichert dessen Vorsitzender Dietmar Jordan. Er freut sich aber auch, dass die Spenden an den Ortsverein gehen. „Krankentransportwagen, Aus- und Fortbildungen sind sehr teuer“, macht er deutlich, dass das DRK auf Spenden angewiesen ist, um seinen Dienst tun zu können.

Für das Ehepaar Lang ist es selbstverständlich, dass es an der Notfalldose, die es mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von sechs Euro verkaufen könnte, nichts verdienen möchte. „Wir bitten lediglich um eine Spende ins Glücksschwein zugunsten des DRK-Ortsvereins“, betonen die Apotheker, die sich auch bereit erklärt haben, die Notfalldose Mitte Dezember beim Seniorencafé des DRK vorzustellen.

Die kleine Dose mit unter Umständen großer Wirkung findet bundesweit immer mehr Interessenten – ab sofort auch in Westerkappeln.

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