TÜV legt Statistik für Station Ibbenbüren vor
Mängelquote an Autos ist gesunken

Ibbenbüren/Tecklenburger Land -

Insgesamt 62,5 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Ibbenbüren von den Sachverständigen vor Ort auf Herz und Handbremse gecheckt wurden, hatten überhaupt keine Mängel. Das, so teilt es der TÜV Nord mit, sei ein durchaus erfreuliches Ergebnis.

Donnerstag, 15.11.2018, 17:10 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.11.2018, 17:10 Uhr
Häufigster Mangel: die Beleuchtung
Häufigster Mangel: die Beleuchtung Foto: TÜV Nord

Zusätzlich fanden die TÜV-Sachverständigen bei 14,1 Prozent nur geringe Mängel, sodass mehr als drei Viertel sofort die Plakette bekamen.

Die andere Seite der Medaille: Immerhin 23,4 Prozent hatten erhebliche Mängel. Sie mussten umgehend repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette auf das hintere Kennzeichen und das HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnten. Völlig verkehrsunsicher aber war kein Auto.

Dies ist zusammengefasst das Ergebnis der HU-Statistik, die jetzt von TÜV Nord veröffentlicht wurde. Die fünfte Mängelkategorie „gefährliche Mängel“, die im Mai 2018 neu eingeführt wurde, hat noch keine statistische Relevanz. Ein „gefährlicher Mangel“ ist dabei ein erheblicher Mangel, der eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt oder die Umwelt erheblich beeinträchtigt. Zwei weitere Zahlen: Der durchschnittliche Pkw, der in Ibbenbüren beim TÜV geprüft wurde, war 10,8 Jahre alt und hatte mehr als 122 000 Kilometer auf dem Tacho.

Im Gebiet des gesamten TÜV Nord hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum fünften Mal hintereinander verringert – das sei ein dauerhaft positiver Trend. Dieser stetige Trend ist in den Augen der TÜV-Sachverständigen Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist, und wegen der Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe geschickt werden. Dadurch würden die Autofahrer angehalten, in einen guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren.

Rainer Bücker, der Leiter der TÜV-Station sagt: „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich sichere Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr.“

Dass die Beleuchtungsanlage mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist.

Wer noch mit einer grünen Plakette für 2018 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin zur Hauptuntersuchung geben lassen. Mit dem Jahreswechsel ändert sich die Farbe der fälligen Plaketten von Grün auf Orange und so ist schon farblich erkenn- bar, dass der TÜV-Termin über- zogen ist. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnu- ngsgeld fällig, ab dem achten Monat kommt ein Punkt hinzu.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist die Zahl derer, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 10,5 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 29,4 Prozent zur Reparatur müssen.

Als das Auto mit den geringsten Mängeln im gesamten TÜV-Report 2019 wird der Porsche 911 gelistet. Er dominiert die aktuelle Statistik: In allen Altersklassen wird er auf Platz 1 als Mängelzwerg geführt. Schlecht schneidet dagegen zum Beispiel der Dacia Logan ab, der in drei Altersklassen die rote Laterne innehat. Bei den Vier- und Fünfjährigen ist der Peugeot 206 und bei den Acht- und Neunjährigen sind Renault Kangoo und Chevrolet Matiz die Schusslichter.

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die häufigsten Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“.

Wer die meisten Mängel hat – und wer nicht

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