„Quartierskonzept Paradieschen“
Jetzt ist wieder die Politik gefragt

Westerkappeln -

Der Bericht zum sogenannten Quartierskonzept Paradieschen befindet sich in der finalen Korrektur. Anfang kommenden Jahres soll er in den zuständigen Ratsgremien vorgestellt werden. Dann muss die Politik entscheiden, wie es weitergehen soll.

Dienstag, 04.12.2018, 06:00 Uhr
 
  Foto: Frank Klausmeyer

„Wohlfühlen und dabei Geld sparen“ – Unter diesem Motto gab es vor einigen Tagen eine Veranstaltung im Haus der Diakonie. Mit Pflege, wie man vielleicht vermuten könnte, hatte der Nachmittag aber nichts zu tun. Es ging um Energiesparberatung.

Bei (kostenlosem) Kaffee und Kuchen konnten sich Bürger an Tischgruppen zu den Themenbereichen Heizen und Sanieren, Solarnutzung, barrierearmer Umbau und Klimaschutz informieren. Das ganze stand im Zusammenhang mit dem sogenannten „Quartierskonzept“, das für die Siedlung Paradieschen mit Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erstellt wird. Westerkappeln ist eine von sieben Pilotkommunen im Kreis Steinfurt, die an dem Projekt teilnehmen.

Da stellt sich die Frage, wie weit das Quartierskonzept gediehen ist ? „Momentan befinden sich die Konzeptberichte in der finalen Korrektur, sodass die Fertigstellung voraussichtlich Ende des Jahres oder direkt zu Beginn des neuen Jahres erfolgt“, erläutert Sara Dietrich vom Verein energieland 2050, der für die Gesamtsteuerung des Projektes verantwortlich zeichnet und die Kommunen bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Mit Blick auf das aktuelle Thema Kohlekonversion im Tecklenburger Raum wurde eine Veranstaltung mit dem Schwerpunkt „Heizen“ geplant. Um Synergien verschiedener Themenbereiche zu nutzen und weitere Bedarfe im Bereich (energetisches) Modernisieren abzudecken, wurde die Veranstaltung zu einer Energiesparberatung ausgeweitet. In diesem Sinne sei die Veranstaltungsreihe die letzte öffentliche im Rahmen der Konzeptphase gewesen, berichtet Dietrich.

Nach Strategie-Gesprächen in Westerkappeln und anderen Kommunen sollen sich nun die Präsentationen in den zuständigen Ratsgremien anschließen, um einerseits das Quartierskonzept vorzustellen und andererseits über die sich bestenfalls anschließende Umsetzungsphase zu informieren. In Westerkappeln solle diese Präsentation in einem Ausschuss zu Beginn des neuen Jahres stattfinden, kündigt Dietrich an.

Das Programm KfW 432 fördere neben der Konzepterstellung auch ein sogenanntes Sanierungsmanagement, dass die Umsetzung von Projektempfehlungen aus dem Konzept sowie die Aktivierung und das Motivieren der Bewohnerinnen und Bewohner zum Schwerpunkt habe. Neben thematischen Kampagnen und zielgruppenspezifischen Beteiligungsformaten bildeten die Themen Beratung, Unterstützung und Begleitung den Dreh- und Angelpunkt.

„Geplant ist, einen Sammelantrag mit mehreren Kommunen bei der KfW zu stellen, um noch im kommenden Jahr in die Umsetzung gehen zu können – vorbehaltlich der Entscheidungen in den Ausschüssen“, erklärt Sara Dietrich.

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