Weihnachtsmarkt in Westerkappeln
Wehende Bärte, schwankender Baum

Westerkappeln -

Nass und stürmisch, so hatten es die Meteorologen vorhergesagt und sie behielten recht. So richtig weihnachtsmarkttauglich war das Wetter am Wochenende nicht. Das hatte auch Auswirkungen auf das kleine Budendorf an der evangelischen Stadtkirche, in das sich zumindest am Samstagnachmittag nur wenige Menschen verirrten. Selbst Nikolaus und Knecht Ruprecht hatten zunächst Mühe, Kinder zu finden, die sich mit Süßigkeiten verwöhnen lassen wollten.

Sonntag, 09.12.2018, 16:34 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 16:57 Uhr
Wegen Regen und Kälte verirrten sich am Samstag und Sonntag nur wenige Besucher auf den Kirchplatz. Der Nikolaus kam aber natürlich mit Knecht Ruprecht und einem Sack voll Geschenke für die Kinder vorbei.
Wegen Regen und Kälte verirrten sich am Samstag und Sonntag nur wenige Besucher auf den Kirchplatz. Der Nikolaus kam aber natürlich mit Knecht Ruprecht und einem Sack voll Geschenke für die Kinder vorbei. Foto: Dietlind Ellerich

Spaß hatten die Aussteller jenseits von wehenden Bärten, fliegenden Papptellern und schwankendem Weihnachtsbaum dennoch.

So herrschte bei den Landfrauen beste Stimmung. Birgit Leyschulte, Vorsitzende für Westerkappeln, sammelte in blonder Lockenpracht und weißem Engelsgewand die Einsätze der Glücksrad-Kandidaten, während das Damen-Trio im Wagen Stutensoppen und Reibekuchen verkaufte. Für den guten Zweck natürlich, der Erlös geht wie in vielen Jahren zuvor an den Verein Magi, der Mädchen im afrikanischen Malawi unterstützt.

Das Geld, das die Kolpingsfamilie mit Schinken- und Schmalzbroten sowie Feuerzangenbowle und Willi mit Honig erwirtschaftete, spendet sie an die Projekte von Pater Arnold in Paraguay.

Was sie mit Geld aus dem Verkauf von Chai und Spekulatius kaufen möchten, wissen die Jugendlichen und das Team des „JoyZ“ noch nicht. Darüber wollen sie nach dem Kassensturz beraten.

Für die Vereinskasse des TSV Westfalia boten die Alten Herren Schaschlik, Waffeln und Glühwein an, und die Schüler des GAG waren zugunsten ihrer Abikasse im Einsatz.

Wer mal auf einem Pony reiten wollte, war beim Stand des Fahr- und Reitvereins und auf der Wiese am zwischen Dietrich-Bonhoeffer-Haus und Kirchplatz richtig, und alle, die ihre alten Glühlampen immer schon mal loswerden wollten, bekamen bei Franziska Müller , Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, im Tausch gegen eine Lampe zwei LEDs. Die Aktion, darauf weist Müller hin, werde fortgeführt. Künftig können alte Glühbirnen direkt im Rathaus gegen LED-Leuchten eingetauscht werden. Energieberater Ralf Siegmund kam mit seiner Thermografie-Kamera dem Wärmeverlust in der Kleidung der Besucher auf die Spur.

Weihnachtliche Dekorationen präsentierten Aussteller wie Marianne Krabbe aus Lotte, die das Sortiment in ihrer Holzbude von der runderneuerten Christbaumkugel bis zur wohlriechenden Seife gemeinsam mit Tochter Silke selbst gefertigt hatte.

In Holz- und Drechselarbeiten machte der Osnabrücker Hubert Schiller, der seinen Stand ebenso wie Stefanie Pohl ihre breitgefächerte Auswahl an Sirups, Likören, Marmeladen und Co. immer trocken und windgeschützt im Kreativzelt untergebracht hatte. Dort hing auch der große Wunschzettel für die Bürger der Gemeinde aus.

Mit zunehmender Dunkelheit nahm die Regenintensität ab, so dass sich mehr kleine und große Marktbesucher in den stimmungsvoll beleuchteten Ortskern wagten und dort den Samstagabend bei süßen und herzhaften Leckereien, heißen und kalten Getränken sowie netten Gesprächen den Abend ausklingen ließen.

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