Großes Interesse an Filmreihe in Westerkappeln zum Klimawandel
Schonungslos und bedrückend

Westerkappeln -

Schonungslos. Bedrückend. So empfinden wohl viele Zuschauer den Dokumentarfilm „Before the Flood“ (Vor der Flur) von und mit Leonardo DiCaprio, der am Mittwoch im Speicherkino des Westerkappelner VHS-Hauses gezeigt wurde. Mehr als 20 Besucher folgten der Einladung von Klimaschutzmanagerin Franziska Müller zur kostenlosen Vorstellung.

Freitag, 11.01.2019, 15:34 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 18:36 Uhr
Klimaschutzmanagerin Franziska Müller freute sich über den großen Andrang bei der Filmvorstellung.
Klimaschutzmanagerin Franziska Müller freute sich über den großen Andrang bei der Filmvorstellung. Foto: Araann J. Christoph

„Before the Flood“ war die vierte Dokumentation einer sechsteiligen Filmreihe, die die Klimaschutzmanagerin organisiert hat. 90 Minuten lang zeigt der Film des US-amerikanischen Regisseurs Fisher Stevens, wie Oscar-Preisträger und Umweltaktivist DiCaprio um die Erde reist, dabei Wissenschaftler, Umweltschützer, Politiker und sogar Papst Franziskus trifft und die Ausmaße der Katastrophen zu sehen, die aufgrund der steigenden Temperaturen bereits geschehen sind. 2016 wurde der Film erstmals gezeigt und seitdem in 45 Sprachen ausgestrahlt.

Die Interviews und Fakten zeigen eine düstere Gegenwart und führen gnadenlos vor Augen, wie kritisch es um die Erde bestellt ist und wie die Zukunft aussieht, wenn sich nichts ändert. DiCaprio erforscht die Rolle der Verbrennung von fossilen Brennstoffen sowie die Rodung von Regenwäldern oder auch den Rindfleischkonsum der westlichen Welt und ihre Auswirkungen auf das Klima.

„Mir haben die konkreten Sachen gefallen. Auch die Idee, dass wir die Art, wie wir wirtschaften, ändern müssen“, sagt Holger Schwetter, einer der Zuschauer.

Der Film hebt auch hervor wie sehr Klimawandelgegner und -leugner sowie Lobbyisten miteinander verzahnt sind und was für großen Einfluss Konzerne wie Shell oder Exxon vor allem auf die amerikanische Politik haben. „Ich habe viele Sachen gelernt, die ich vorher nicht wusste“, sagt Graiff Claudia, Europäische Freiwillige aus Italien.

Jedoch schafft es der Dokumentarfilm auch, eine gewisse Hoffnung zu säen. Aus den Interviews mit den Experten geht hervor, wie Menschen bereits auf kleiner, persönlicher Ebene eine Veränderung hervorrufen können, etwa wenn sie nicht mit dem Auto fahren oder von Rindfleisch auf Geflügel umsteigen. Auch wird deutlich gemacht, dass es realisierbar ist, von fossilen Energien auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Franziska Müller freute sich über den Andrang bei der Filmvorstellung. Auch sie findet „Before the Flood“ besonders sehenswert: „Der Film spannt einen ganz tollen Bogen zu den verschiedenen Themen und betrachtet den Klimawandel weltweit.“

Der nächste Film in der Reihe zum Klimawandel ist „Die Grüne Lüge“ vom österreichischen Regisseur Werner Boote. In dem Dokumentarfilm gehen er und die Journalistin Kathrin Hartmann der tatsächlichen Nachhaltigkeit von Konzernen und Unternehmen auf den Grund und ergründen die Frage, wie viel Macht man als Verbraucher tatsächlich hat. Der Film wird am Mittwoch, 23. Januar, um 19.30 Uhr im Speicherkino gezeigt.

Darüber hinaus möchte Müller einen E-Mail-Verteiler einrichten. Interessierte können somit über Veranstaltungen wie diese informiert werden. Wer in den Verteiler aufgenommen werden möchte, kann sich bei Müller unter franziska.mueller@westerkappeln.de melden.

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