Westerkappelner Filmreihe zum Klimaschutz endet
„Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“

Westerkappeln -

Die Filmreihe zum Klimawandel, organisiert von Klimaschutzmanagerin Franziska Müller, endet am Mittwoch, 6. Februar, mit der französischen Dokumentation „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“. Die Produktion wurde laut Mitteilung 2016 als bester Dokumentarfilm mit dem César, dem nationalen Filmpreis Frankreichs, ausgezeichnet.

Donnerstag, 31.01.2019, 05:00 Uhr
 Szene aus dem Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“.
 Szene aus dem Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“. Foto: Mars Distribution

Schockiert von einer 2012 veröffentlichten Studie in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Nature“, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch der Ökosysteme zwischen 2040 und 2100 voraussagt, sofern die Menschheit ihre Gewohnheiten nicht ändert, beschließen die Schauspielerin Mélanie Laurent (Inglourious Basterds) und der französische Aktivist Cyril Dion sich nicht mit diesem Horror-Szenario abzufinden. Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte, die Welt ein bisschen besser zu machen ? Mit dieser Frage im Gepäck reist das Filmteam um die Welt, um Initiativen und Projekte zu besuchen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen.

Im Gegensatz zu den bereits gezeigten Dokumentationen konzentriert sich dieser Film nicht auf Katastrophenszenarios ausgelöst durch die Folgen des Klimawandels, sondern widmet sich der Suche nach präzisen Lösungen auf die dringendsten Fragen und Probleme unserer Zeit. Ziel der Regisseure Laurent und Dion ist es, die Zuschauer zu inspirieren und sie zum Handeln zu bewegen.

In den Kapiteln Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft, Demokratie und Bildung werden Lösungsansätze aus zehn Ländern vorgestellt, die wie Puzzlestücke ineinander greifen und miteinander verknüpft werden müssen, um ihre volle Wirkkraft zu entfalten. Der Film erhebt nicht den Anspruch dem Zuschauer „die“ Lösung aller globalen Probleme zu präsentieren, sondern erzählt vielmehr eine Geschichte der Menschen, die bereits begonnen haben, die Grundlagen für eine lebenswerte Zukunft zu gestalten.

Gemeinsam ist vielen Aktivisten und Initiativen, die das Filmteam besucht und interviewt hat, dass sie nicht auf Regulierungen oder Vorgaben von staatlicher Ebene gewartet haben, sondern einfach dort gehandelt haben, wo sie konnten – notfalls auch in einer rechtlichen Grauzone.

So erfährt der Zuschauer beispielsweise, dass die Gemüsefarm Bec Hellouin von Perrine und Charles Hervé-Gruyer in der Normandie hohe Erträge auf kleiner Fläche erzielt, obwohl auf den Einsatz von Pestiziden und motorisierten Hilfsgeräten verzichtet wird. Der organische Gemüseanbau basiert in Bec Hellouin auf den Anbauprinzipien der sogenannten Permakultur. Die reiche Ernte in ausgezeichneter Qualität und die hohe Artenvielfalt bestätigen den Farmern, dass sie mit ihrem Ansatz richtig liegen.

Für Mélanie Laurent ist „Tomorrow“ nicht nur eine Dokumentation mit vielen positiven Beispielen aus der ganzen Welt, sondern sie hat die Produktion als Notwendigkeit empfunden. „Wir befinden uns in einer äußerst inspirierenden Phase: Wir wissen, dass wir gegen eine Wand fahren werden, und es ist an der Zeit, zu handeln“, erklärt die Regisseurin und Schauspielerin.

Die Dokumentation wird im Speicherkino der Volkshochschule, Kreuzstraßw 14, in Westerkappeln gezeigt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Platzreservierungen unter ✆ 05404/887-147 oder per E-Mail an franziska.mueller@westerkappeln.de wird gebeten. Alle Informationen zur Filmreihe sind auch unter www.we-lo-klimaschutz.de und auf der Homepage der Gemeinde zu finden.

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