Forum Offene Kinder- und Jugendarbeit spricht über Vandalismus in Westerkappeln
„An einem Strang ziehen“

Westerkappeln -

„An einem Strang ziehen“ wollen nach Worten von Kreisjugendpfleger Ludger Vorndieck alle Beteiligten der Kinder- und Jugendarbeit in Westerkappeln. Das war das Gesprächsergebnis eines Forums, bei dem fast alle Organisationen und Einrichtungen, die sich um Kinder und Jugendliche in Westerkappeln kümmern, an einem Tisch saßen. Dabei ging es vor allem um die jüngsten Vandalismusvorfälle im öffentlichen Raum.

Mittwoch, 06.02.2019, 05:00 Uhr
 
  Foto: hbm

Noch näher zusammenrücken und gemeinsam nach flexiblen Lösungen suchen – das war nach Angaben von Kreisjugendpfleger Ludger Vorndieck eines der Gesprächsergebnisse des Forums „Offene Kinder- und Jugendarbeit“, das jetzt im Westerkappelner Rathaus tagte.

Mit Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer, Günter Rahmeier, Leiter des Ordnungsamtes, sowie dem Kreisjugendamt waren nahezu sämtliche Organisationen und Einrichtungen, die sich um Kinder und Jugendliche in Westerkappeln kümmern, vertreten. Besonderer Gast war Uwe Rissling, Bezirksdienstbeamter der Polizei.

Mitarbeiter des Jugendzentrums „JoyZ“ berichteten ind er Runde von der Sanierung der Räumlichkeiten sowie der Modernisierung der Medien im Treff an der Kirchstraße und in der Teestube Velpe. Dafür habe das Land NRW im Rahmen einer Sanierungs- und Digitalisierungsoffensive rund 20 000 Euro zur Verfügung gestellt, erläutert Vorndieck.

Die Westerkappelner Elterninitiative für Spielen und Erleben (Wespe) informierte über die vielfältigen Projekte, die aktuell in Westerkappeln stattfinden. Beispielhaft wurden laut Mitteilung Projekte wie die Bau(schlau)stelle, das Sonderprogramm Integration von jungen Flüchtlingen und die Kinderbetreuung in besonderen Fällen sowie das Kinderkulturprogramm genannt.

Die Grundschulen und die Offene Ganztagsgrundschule präsentierten Aktionen und Maßnahmen der präventiven Arbeit mit den Programmen „Teamgeister“, „Taki macht‘s klar“ oder „Fit und Stark“. Ein besonderes Augenmerk werde auf die Beteiligung von Kindern im Rahmen der regelmäßigen Kinderkonferenzen gelegt.

Die „Junge Volkshochschule “ will der Mitteilung zufolge künftig stärker junge Leute an die VHS binden und für Jugendpolitik begeistern. Punktuelle Projekte wie „Handy raus“ ergänzten das Angebot.

Natürlich habe im Mittelpunkt des Forums die Diskussion der jüngsten Vandalismusvorfälle im öffentlichen Raum gestanden, insbesondere im Schulzentrum und am „JoyZ“, berichtet Vorndieck. Eine erste Analyse der vorhandenen Infrastruktur an Freizeitangeboten für Jugendliche sei erfolgt.

Die Forumsteilnehmer seien sich schnell einig gewesen, das Westerkappeln eine bunte Vielfalt von Projekten, Aktionen und Maßnahmen für verschiedene Alters- und Zielgruppen anbiete, es aber kein abgestimmtes Konzept aller Träger über Räume, Angebote und Zielgruppen gebe.

Im Laufe der Diskussion seien dann folgende Aufgaben formuliert worden, an deren Umsetzung alle Teilnehmer mithelfen, sozusagen „an einem Strang ziehen“ wollen“.

► Umsetzung der Maßnahmen auf dem Weg zur jugendgerechten Kommune, unter anderem der Dialog von Jugendlichen und Politikern bei einem Kickerturnier

►Kooperationsprojekten zwischen der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Jungen VHS im Medien- und Partizipationsbereich

►Ist-Analyse und Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten der vorhandenen Räumlichkeiten für die Kinder- und Jugendarbeit

►Entwicklung eines konkreten offenen Betreuungsprojektes für Kinder zwischen 8-13 Jahren

►Entwicklung und Realisierung des Projektes Mobile Jugendarbeit, ergänzend zur einrichtungsbezogenen Jugendarbeit.

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