Gemeinde Westerkappeln beteiligt sich an Handy-Aktion NRW
Ausgediente Mobiltelefone gehören nicht in den Müll

Westerkappeln -

Handys und Smartphones enthalten wertvolle Metalle wie Gold, Silber, Kupfer oder Platin, deren Abbau sehr oft mit verheerenden Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt einhergeht. Ausgediente Geräte gehören deshalb nicht in den Müll. Die Gemeinde Westerkappeln beteiligt sich daher an der Handy-Aktion NRW.

Sonntag, 24.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 24.02.2019, 14:02 Uhr
Ausgediente Mobiltelefone gehören nicht in den Müll. Die Gemeinde Westerkappeln beteiligt sich daher an der Handy-Aktion NRW. Vor Abgabe im Rathaus, sollten aber alle privaten Daten gelöscht werden.
Ausgediente Mobiltelefone gehören nicht in den Müll. Die Gemeinde Westerkappeln beteiligt sich daher an der Handy-Aktion NRW. Vor Abgabe im Rathaus, sollten aber alle privaten Daten gelöscht werden. Foto: Colourbox

Große Flächen werden laut Mitteilung aus dem Rathaus für die Gewinnung der Rohstoffe für Handys zerstört und viele Menschen aus ihren Heimatdörfern vertrieben. Die Arbeit in den Minen sei häufig gefährlich, der Lohn gering und Kinderarbeit keine Seltenheit.

Jedes Mobiltelefon werde nur etwa 18 Monate genutzt und dann durch ein neues ersetzt. Allein Handys verursachten so jährlich mindestens 5000 Tonnen Elektronikschrott. Umso wichtiger ist es nach Angaben der Westerkappelner Klimaschutzmanagerin Franziska Müller , dass Mobiltelefone lange genutzt und anschließend nicht in der Schublade verschwinden, sondern fachgerecht recycelt werden. So könnten Rohstoffe zurückgewonnen werden und auch der illegale Export von Elektroschrott in Länder des Südens werde vermieden.

Für die Beteiligung an der Handy-Aktion NRW werden in der Bauabteilung des Rathauses vom 1. März bis zum 3. April 2019 Sammelboxen aufgestellt. Alle gesammelten Handys werden dann laut Mitteilung fachgerecht recycelt oder – wenn sie noch verwendbar sind – nach einer professionellen Datenlöschung weiter verwendet. Es wird aus Gründen des Datenschutzes darum gebeten, vor Abgabe des Handys oder des Smartphones möglichst alle persönlichen Daten zu löschen und die SIM- und andere Speicherkarten zu entfernen. Um alle Daten unwiderruflich zu löschen, sollte das Mobiltelefon auf die Werkseinstellung zurückgesetzt werden. Der Akku könne in dem gebrauchten Handy bleiben, auch wenn er nicht mehr funktionstüchtig seit. Ebenso können das Ladekabel und Zubehörteile wie Kopfhörer in die Sammelbox geworfen werden.

Der Erlös aus dem Handy-Recycling soll Menschenrechtsprojekten von „Brot für die Welt“ und der Vereinten Evangelischen Mission in Südafrika, der Demokratischen Republik Kongo und den Philippinen zugute kommen. Die Rücknahme, Weiternutzung und das Recycling der gebrauchten Mobiltelefone erfolge in Kooperation mit der Deutschen Telekom, berichtet Franziska Müller. Das Unternehmen trage die Kosten für das Handysammelcenter, die Sammelboxen, Logistik und das Porto für die Rücksendung. Die Telekom profitiere finanziell nicht von der Handy-Sammelaktion. Informationen rund um Rohstoffabbau, Produktion und Entsorgung von Mobiltelefonen und zur Handy-Sammelaktion finden Interessierte auf www.handyaktion-nrw.de.

Mögliche Fragen beantwortet die Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Westerkappeln unter ✆ 05404/887-147 oder per E-Mail an (franziska.mueller@westerkappeln.de.

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