Öffentliche Stellflächen sind in Westerkappeln weniger geworden
Jeder Parkplatz im Ortskern zählt

Westerkappeln -

Parkplätze gibt es im Ort jede Menge, am Einkaufszentrum an der Heerstraße kostenfrei und großzügig bemessen. Im Zentrum sieht das schon ein wenig anders aus. Da zählt jeder Platz. Und derer werden es nicht mehr.

Donnerstag, 28.02.2019, 18:30 Uhr
Der Parkplatz zwischen der Volksbank und dem ehemaligen Haus Müller muss demnächst der Zufahrt zu den rückwärtig gelegenen Mehrfamilienhäusern weichen. Südlich der Alten Poststraße gibt es einen Garten, der zum öffentlichen Parkplatz umgestaltet werden soll. So ist es jedenfalls im Integrierten Handlungskonzept für den Ortskern geplant.
Der Parkplatz zwischen der Volksbank und dem ehemaligen Haus Müller muss demnächst der Zufahrt zu den rückwärtig gelegenen Mehrfamilienhäusern weichen. Südlich der Alten Poststraße gibt es einen Garten, der zum öffentlichen Parkplatz umgestaltet werden soll. So ist es jedenfalls im Integrierten Handlungskonzept für den Ortskern geplant. Foto: Frank Klausmeyer

Wie viele öffentliche Parkplätze es im Ortskern gibt, vermag die Verwaltung nicht aus dem Stand heraus zu sagen. Im Vergleich zur Heerstraße sind sie jedoch eher ungünstig: Erstens wird´s oft eng, wenn sich beispielsweise ein SUV auf einer Stellfläche so richtig breit macht. Zweitens gibt es für die meisten Plätze eine Parkzeitbegrenzung. Wer vergisst, die Parkscheibe hinter die Frontscheibe zu legen, muss mit einem Knöllchen rechnen.

Wenn dann noch Parkplätze im Ortskern gestrichen werden, ärgert das vor allem die umliegenden Kaufleute, weil sie fürchten, die Kunden fahren gleich an die Heerstraße. Demnächst muss ein Stellplatz für Kurzparker an der Großen Straße einer Einfahrt zu den neuen Mehrfamiliengebäuden im rückwärtigen Bereich des ehemaligen Hauses Müller weichen. Dieser ist schon jetzt blockiert, weil Baken darauf stehen. Demnächst wird er ganz aufgehoben. Das hätten die Ratsgremien so beschlossen, weil die Zufahrt für die Mehrfamilienhäuser gesichert sein müsse, bestätigt Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer. Überdies solle ein Parkplatz im Bereich des Kreuzplatzes verschwinden, weil dort abgestellte Autos Feuerwehr- und Müllfahrzeugen unter Umständen im Weg stehen.

Die Verwaltungschefin ist aber nicht der Meinung, „dass es genug Parkplätze im Ortskern gibt.“ Im Zuge der Neugestaltung des Kirchplatzes vor einigen Jahren sei die Zahl der Stellflächen bereits reduziert worden.

Hinzu kommt, dass Dauerparkplätze im Zentrum – insbesondere am Konrott – überwiegend durch Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung belegt sind. Zwei der Dauerstellplätze sind seit dem vergangenen Jahr außerdem für die sehr wenigen Elektroautos reserviert worden, die an der dortigen Ladesäule Strom tanken wollen. In der Summe führt das an manchen Tagen zu gehäuftem Parkplatz-Suchverkehr.

Südlich der Alten Poststraße gibt es einen Garten, der zum öffentlichen Parkplatz umgestaltet werden soll. So ist es jedenfalls im Integrierten Handlungskonzept für den Ortskern geplant.

Südlich der Alten Poststraße gibt es einen Garten, der zum öffentlichen Parkplatz umgestaltet werden soll. So ist es jedenfalls im Integrierten Handlungskonzept für den Ortskern geplant. Foto: Frank Klausmeyer

Große-Heitmeyer weist darauf hin, dass weiterhin zur Diskussion steht, einen Garten südlich der Alten Poststraße zu einer Parkfläche umzugestalten. Etwa 20 Stellplätze seien dort möglich, ein Teil des Grundstücks gehöre der Gemeinde. Diese habe auch dafür gesorgt, dass eine Zufahrt am neuen Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke Bahnhofstraße/Alte Poststraße bestehen bleibt. Die Idee für diesen neuen Parkplatz wurde bereits im 2011 vorgestellten Integrierten Handlungskonzept (IHK) vorgestellt, ist bis jetzt jedoch nie verwirklicht worden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6429874?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F
Nachrichten-Ticker