Der Arbeitsmarkt im März
Kaum Veränderung und trotzdem viel in Bewegung

Tecklenburger Land -

Auf den ersten Blick scheint es so, als tue sich auf dem Arbeitsmarkt im Tecklenburger Land seit Monaten so gut wie nichts. Mal gibt es in der Region ein paar Dutzend Arbeitslose mehr, mal ein paar weniger. Beim genauen Blick in die Statistik ist aber jede Menge Bewegung zu erkennen.

Freitag, 29.03.2019, 13:20 Uhr aktualisiert: 31.03.2019, 14:26 Uhr
 
  Foto: dpa

Allein im März haben sich 564 Frauen und Männer bei der Agentur in Ibbenbüren erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ist dennoch mit 3,3 Prozent gegenüber Februar unverändert geblieben. Denn gleichzeitig haben 600 Menschen eine Beschäftigung gefunden oder haben sich aus anderen Gründen beim Arbeitsamt abgemeldet.

2029 Personen waren zum Stichtag in März bei der Agentur für Arbeit in Ibbenbüren als erwerbslos registriert. Das sind 34 weniger als vor einem Monat, aber 32 mehr als vor einem Jahr. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass bis auf einen marginalen Zuwachs in Greven alle anderen Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Kreis Steinfurt eine gegenteilige Entwicklung aufweisen. Mit 3,3 Prozent hat die Agentur Ibbenbüren jedoch weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote im Kreis vorzuweisen.

Stärkste Zunahme in Westerkappeln

In den meisten Orten des Tecklenburger Landes ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, nicht nur relativ, sondern auch in absoluten Zahlen am stärksten in Westerkappeln. Im Folgenden die März-Daten aus den Kommunen (in Klammern Vorjahresmonat und prozentuale Veränderung):

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Arbeitsagentur und das für die Betreuung der Langzeitarbeitslosen zuständige Jobcenter Kreis Steinfurt bewerten die Entwicklung weiter positiv. Das gelte insbesondere für die Jugendarbeitslosigkeit. Bei den unter 25-Jährigen ist deren Zahl in und um Ibbenbüren auf 226 Betroffene gesunken, sowohl gegenüber Februar als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als acht Prozent.

Grund für diese Entwicklung sei, dass typischerweise viele Jugendliche im Januar ihre Ausbildung abschließen. Wenn sie von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen werden könnten, meldeten sich betroffene junge Menschen kurzfristig arbeitslos, fänden aber schnell eine neue Beschäftigung. „Es zeigt sich einmal mehr, dass eine Ausbildung eine gute Basis für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ist“, meint Reiner Zwilling, Chef der Arbeitsverwaltung im Kreis Steinfurt.

In diesem Zusammenhang zieht die Arbeitsagentur ein halbes Jahr nach dem Start des statistischen Ausbildungsjahres Bilanz zur aktuellen Entwicklung. Fast die Hälfte aller Jugendlichen, die sich als Bewerber gemeldet hätten, konnten bereits einen Ausbildungsplatz oder eine andere Alternative finden. Allen anderen interessierten Bewerberinnen und Bewerbern stehen noch eine Vielzahl an offenen Ausbildungsstellen zur Verfügung.

Auch in diesem Jahr setze sich der Trend leicht sinkender Bewerberzahlen fort. 2629 junge Menschen haben sich seit Beginn des statistischen Ausbildungsjahres im Oktober 2018 auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz bei der Berufsberatung gemeldet. Zur Auswahl standen 2963 gemeldete Lehrstellen, 50 weniger als vor einem Jahr.

Erfreulich– zumindest aus Sicht der Arbeitssuchenden – ist die Entwicklung bei den offenen Stellen. Der Bestand an freien Stellen in und um Ibbenbüren stieg im März um 38 auf 745. Arbeitsplätze zu besetzen hätten vor allem Unternehmen aus der Metallbearbeitung und dem Maschinenbau, aus der Verkehrs- und Logistikbranche sowie der Handel, erklärt Zwilling. Diese Beobachtung spiegelt sich auch bei der Agentur Ibbenbüren: Im Bereich Produktion und Fertigung sind hier 290 offene Stellen gemeldet, die Logistikbetriebe haben aktuell 129 freie Stellen zu bieten, der Handel 72. Groß ist die Kräftenachfrage überdies in der sogenannten Berufshauptgruppe „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“. Hier hat die Ibbenbürener Geschäftsstelle derzeit 132 Angebote vorliegen.

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