Jugendtreff Bansen
Jugendtreff für Artenschutz

Lotte -

Artenschutz ist ein wichtiges Thema. Das haben auch einige Jugendliche aus dem Jugendtreff Bansen in Lotte erkannt – und sich beim Bau eines Insektenhotels engagiert.

Freitag, 05.04.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 17:08 Uhr
Fünf jugendliche Hotelbauer Sarah, Anna, Florian, Niklas und Benjamin, Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz, Jugendpflegerin Ulla Tschauder, Dieter Zehm als Vertreter der Mühle Bohle, und „Architekt“ des Hotels, Marco Kramer, füllen das dritte Fach im großen Insektenhotel vor dem Haus Hehwerth.
Fünf jugendliche Hotelbauer Sarah, Anna, Florian, Niklas und Benjamin, Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz, Jugendpflegerin Ulla Tschauder, Dieter Zehm als Vertreter der Mühle Bohle, und „Architekt“ des Hotels, Marco Kramer, füllen das dritte Fach im großen Insektenhotel vor dem Haus Hehwerth. Foto: Erna Berg

Drei Wohnungen im Insektenhotel vor dem Haus Hehwerth in Alt-Lotte sind nun eingerichtet. Im Oktober 2018 bauten die Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL) und der Wersener Verein Mühle Bohle die ersten Gefache ein, das dritte stellten Jugendliche im „Bansen“ her.

Mit Unterstützung von Dieter Zehm und Renate Schwentker als Vertreter des Mühlenvereins bestückten sieben Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren den mittelgroßen, vorgebauten Rahmen. Dafür brauchten sie erstaunlicherweise nur einen Nachmittag im Lotter Jugendtreff. „So fleißig waren diese Spezialisten bei der Arbeit, die sich mit den Geräten auch richtig gut auskannten“, lobte Zehm die jungen Bastler, denen die Zukunft von Insekten offenbar am Herzen liegt.

Sie, klebten, bohrten und sägten. Oliver Tschauder gab technische Hilfe, so konnten die Arbeitsprozesse zügig laufen. Am Dienstag war nun der große Tag des Einsetzens gekommen. Jugendpflegerin Ulla Tschauder und Florian, Niklas, Benjamin, Sarah und Anna brachten den natürlich gefüllten Holzrahmen zum großen Fachwerkgerüst vor dem Haus Hehwerth. Es fehlten die Mitbauer Leni und Marno.

„Das imposante Gerüst wurde 2018 in Eigenregie vom Servicebetrieb für den ersten Lotter Gartenmarkt am 8. April gebaut“, berichtete die Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz.

Gut überlebt hätten die beiden ersten Gefache: Wetter, Winter und kein Vandalismus. Als Architekt des großen Hotels bezeichnete sie Marco Kramer, den „Mann mit dem Akkuschrauber“, der an diesem Dienstag den Rahmen einsetzte und festschraubte.

Gefüllt haben die Jugendlichen ihn mit einem alten, verzweigten Stück Buchenholz und einem Tonblock, Papprollen, Baumscheiben, Holzwolle, Bambus und Schilf. „Das Hotel ist nicht nur für Bienen gedacht, sondern auch andere Insekten wie Ohrenkneifer und Marienkäfer können hier Unterschlupf finden“, erklärte Wilm-Chemnitz.

Dramatisch zurückgegangen sei die Menge an Insekten, beklagte Dieter Zehm. Das beobachte er auch an den anderen Insektenhotels in der Gemeinde.

Damit Hautflügler eine bessere Zukunft haben, wirbt die Umweltbeauftragte dafür, dass auch die letzten Fächer im Hotel ausgefüllt werden: „In einer Zeit des Insektenrückgangs und der abnehmenden Artenvielfalt finde ich es sehr wichtig, dass sich besonders Kinder und Jugendliche mit dem Thema Insektenschutz beschäftigen.“

Große Freude bei den Beteiligten: Ulla Tschauder kündigte an, dass im Rahmen des Ferienspaßprogramms ein weiteres Feld des Alt-Lotter Insektenhotels ausgefüllt werden soll. Bleiben noch zwei.

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