Müllsammelaktion der Westerkappelner Schützenvereine
Erfreulich: Weniger Abfall in Feld und Flur

Westerkappeln -

Fruchtet die Diskussion über die Plastikflut in der Natur und besonders in den Weltmeeren ? Macht sich hierzulande ein größeres Umweltbewusstsein bemerkbar ? Vielleicht. Zumindest bei der jährlichen Müllsammelaktion der Schützengemeinschaft hatten die Aktiven den Eindruck, dass weniger Unrat in der freien Landschaft landet.

Sonntag, 14.04.2019, 14:54 Uhr
Erstmals schwärmte „Das Kappelner Band“ zur Müllsuche aus, um den Ortskern und die angrenzenden Siedlungsgebiete vom Unrat zu befreien.Die Westerkappelner Schützenvereine sammelten am Wochenende Müll in Feld und Flur. So wie dieser Suchtrupp des Schützenvereins Seeste legten Jung und Alt dabei etliche Kilometer zurück.
Erstmals schwärmte „Das Kappelner Band“ zur Müllsuche aus, um den Ortskern und die angrenzenden Siedlungsgebiete vom Unrat zu befreien.Die Westerkappelner Schützenvereine sammelten am Wochenende Müll in Feld und Flur. So wie dieser Suchtrupp des Schützenvereins Seeste legten Jung und Alt dabei etliche Kilometer zurück. Foto: Heinrich Weßling

Von unterschiedlichen Treffpunkten aus schwärmten die Westerkappelner Schützenvereine am Samstag aus, um Feld und Flur, Straßengräben und Böschungen von achtlos weggeworfenen Papierfetzen, Plastikabfällen oder sonstigem Müll zu befreien. Es war bereits die 49. Sammelaktion der Schützengemeinschaft. Das Wetter war frisch, aber überwiegend trocken. Und in windstillen Ecken wärmte die Frühlingssonne die Sammler schnell auf.

Der Schützenverein Seeste war gleich mit drei Suchtrupps unterwegs; zwei gingen auf Strecke, die Senioren kümmerten sich ums Gelände am Schießstand „Im Himmelreich“. Die Straßensammler legten dabei einen dreistündigen, strammen Fußmarsch hin. „So acht bis zehn Kilometer haben wir uns vorgenommen“, sagte Henning Maug , der die kleinen und großen Helfer mit Schlepper und Hänger begleitete. „Ich finde diese Aktion sehr gut. Man merkt, dass es von Jahr zu Jahr weniger Müll wird“, meinte Maug.

Die Menschen lebten offenbar bewusster und entsorgten den Müll da, wo er hingehöre. Das Pfadflaschensystem trage sicherlich auch dazu bei, sagte Mau. „Vor zehn Jahren hatten wir doppelt so viel Müll wie heute.“

Die Westerkappelner Schützenvereine sammelten am Wochenende Müll in Feld und Flur. So wie dieser Suchtrupp des Schützenvereins Seeste legten Jung und Alt dabei etliche Kilometer zurück.

Die Westerkappelner Schützenvereine sammelten am Wochenende Müll in Feld und Flur. So wie dieser Suchtrupp des Schützenvereins Seeste legten Jung und Alt dabei etliche Kilometer zurück. Foto: Heinrich Weßling

Der gesammelte Abfall wurde zum Ende der Aktion zum Bauhof gebracht. Zum Ausklang trafen sich die Helfer am Schießstand. Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer hatte versprochen, sich dort mit gekühlten Getränken für den Einsatz zu bedanken.

Erstmals an der Müllsammelaktion beteiligt „Das Kappeler Band“. „Wir sind alle gut zu Fuß“, sagte Ulla Kropf, die um 14 Uhr rund 30 Helfer auf dem Kirchplatz begrüßte. Die ersten konnten es gar nicht abwarten und waren schon los marschiert, um im Ortskern, in den Siedlungsgebieten und auf Kinderspielplätzen Abfall zu sammeln. Nach zwei Stunden gab es für alle die verdiente Bratwurst auf dem Kirchplatz.

Im Ortskern suchten in früheren Jahren die Bürgerschützen nach Unrat. Weil deren Vereinsleben aber schon seit einigen Jahren ruht, gab es im Zentrum zuletzt ein „weißen Fleck“. Diese Lücke hat der Verein „Das Kappelner Band“ nun gefüllt.

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